ZALANDO
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Zalando-App sorgt für Wachstum – dennoch Vorsicht!

Der Schuh- und Modeverkäufer Zalando wächst weiterhin stark. Der Konzernumsatz stieg 2015 um 33,6 Prozent auf 2.958 Millionen Euro. Das bereinigte EBIT betrug dabei 107,5 Millionen Euro, was einer Marge von 3,6 Prozent entspricht. Für das laufende Jahr wird ein "nur" noch ein Umsatzwachstum am oberen Ende des mittelfristigen Wachstumskorridors von 20 bis 25 Prozent anvisiert. Zalando erwartet für das Jahr 2016 einen Investitionsaufwand in Höhe von rund 200 Millionen Euro. Die bereinigte EBIT-Marge soll sich auf 3,0 bis 4,5 Prozent belaufen.

Mobile boomt
Um das Wachstum zu beschleunigen, hatte Zalando zuletzt etwa in seine Smartphone-App investiert. Mit Erfolg: So stiegen die Besuche von mobilen Endgeräten im Jahresvergleich von 48 Prozent auf 60 Prozent an. Auch 2016 dürfte die Erweiterung von Marktanteilen Priorität haben - allerdings unter erschwerten Bedingungen: Wettbewerber Amazon hatte jüngst bekanntgegeben, eigene Modemarken zu starten. Auf dem deutschen Markt ist der E-Commerce-Riese damit aber noch nicht vertreten.


Abwarten!
Am Dienstag gewinnt das Papier im frühen Handel drei Prozent. Doch Entwarnung für den angeschlagenen Chart kann noch nicht gegeben werden. Das 2016er-KGV beträgt hohe 60, weswegen die Aktie weiterhin kein Kauf ist.

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  • Margin Call -
    Warum sollte jemand ein KGV von 60 bezahlen, für ein Unternehmen mit einem Geschäftsmodell, das weltweit niedrige Margen hat? Auch wenn "Zalando" weiter wächst und dabei profitabel ist – was ist so spannend an einem Modeversender? Ja, natürlich: Eigenmarken, etc. und dann die Vision, dass das mal die nächste Inditex ist. Bis dahin ist es aber ein langer Weg. Dass das Unternehmen mit so einer ambitionierten Bewertung an die Börse gebracht wurde, zeigt m. E., worauf es hier ankam: Kasse zu machen. Jetzt haben die heiße Kartoffel wohl andere in der Hand.

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