DAX
- Michael Schröder - Redakteur

DAX vor Zahlenflut: Können Bayer, Deutsche Bank, Nordex, VW und Co überzeugen?

Die Erleichterungsrallye nach der Einigung im griechischen Schuldenstreit ist schon wieder Geschichte. Jetzt sorgen sich die Anleger um die weltweite Konjunktur und die Ertragskraft der Unternehmen. Am Mittwoch steht eine wichtige Sitzung der US-Notenbank auf der Agenda. Zudem nimmt die Berichtssaison bei DAX und Co Fahrt auf.

Nachdem dem deutsche Leitindex in den letzten Tagen bereits die Puste ausgegangen war, dürfte in der neuen Woche vor allem die Nervosität vor neuen Aussagen zur künftigen US-Geldpolitik steigen. Die näher rückende Zinswende in den USA könnte die Kurse der DAX-Aktien wieder stärker schwanken lassen, so Analyst Markus Wallner von der Commerzbank. Zwar dürfte die US-Notenbank (Fed) den Leitzins am Mittwoch noch einmal unverändert lassen. Im September aber könnte sie dann handeln.

Für eine erste Zinserhöhung würde es schon ausreichen, dass sich die US-Wirtschaft in etwa so entwickele, wie es die Fed erwarte. Aktuell spräche die hohe Anzahl offener Stellen in den USA dafür, dass sich der Lohnauftrieb weiter verstärken werde. In diesem Fall müssten die Währungshüter mit einer strafferen Geldpolitik gegensteuern, um zu hohe Preissteigerungen zu verhindern. Voraussetzung dafür sei, dass es keine konjunkturellen oder politischen Störfeuer gebe. So müssten am Donnerstag die Zahlen zum Wirtschaftswachstum in den USA erst zeigen, ob die US-Wirtschaft tatsächlich wieder runder laufe.

Zudem müssen sich Anleger in den nächsten Tagen auf eine wahre Zahlenflut einstellen. Bereits heute nach Handelsschluss zieht die Deutsche Börse Bilanz. Das Drama um die Rettung Griechenlands hat wohl viele Anleger wieder zum Handeln getrieben und damit die Umsätze auf den Handelsplätzen des Börsenbetreibers beflügelt. Am Mittwoch (29. Juli) legen der Pharma- und Chemiekonzern Bayer, das Baustoffunternehmen HeidelbergCement, der Industriegasekonzern Linde und der Autobauer Volkswagen Quartalszahlen vor. Am Donnerstag (30. Juli) informieren gleich sechs DAX-Konzerne über die Geschäfte im zweiten Quartal. Es sind die Deutsche Bank, der Medizinkonzern Fresenius, der Dialysespezialist Fresenius Medical Care, der Halbleiterhersteller Infineon, die Fluggesellschaft Lufthansa und der Industriekonzern Siemens. Hinzu kommen einige Firmen aus der zweiten und dritten Börsenreihe wie der Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori, ProSiebenSat.1, Vossloh oder der Windkraftanlagenbauer Nordex.

DER AKTIONÄR wird – wie gewohnt – die passenden Ausblicke und Einschätzungen zu den einzelnen Daten zeitnah und aktuell veröffentlichen.

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