YM Biosciences
- DER AKTIONÄR

YM Biosciences – Schocknachricht!

Völlig überraschend hat YM Biosciences gemeldet, dass die laufende Phase-III-Studie mit dem Produktkandidaten Tesmilifene zur Behandlung von Brustkrebs mit sofortiger Wirkung vorzeitig beendet worden ist.

Völlig überraschend hat YM Biosciences gemeldet, dass die laufende Phase-III-Studie mit dem Produktkandidaten Tesmilifene zur Behandlung von Brustkrebs mit sofortiger Wirkung vorzeitig beendet worden ist.

Nach Angaben des Unternehmens konnten in der dritten Teilphase der Phase-III-Studie die in vorangegangenen Tests erzielten guten Resultate nicht bestätigt werden. Es sei kein ausreichender klinischer Nutzen durch die Verabreichung von Tesmilifene in Kombination mit Chemotherapie nachweisbar gewesen. Die vorliegenden Daten soll nun ausgewertet werden. Erst im Anschluss wird darüber entschieden, wie es mit Tesmilifene weitergehen wird. Neben der Indikation Brustkrebs war Tesmilifene auch für den Einsatz bei anderen Krebsarten vorgesehen

Obwohl man gerade bei der Medikamentenentwicklung immer mit derartigen Rückschlägen rechnen muss, sind die aktuellen Resultate eine besonders negative Überraschung, da die Ergebnisse der vorangegangenen Tests von Experten als äußerst vielversprechend eingestuft worden waren. Noch vor kurzem hatte es aus dem Umfeld des Unternehmens geheißen, dass sich die Präsentation weiterer Daten verzögere, weil die Tests besser liefen als geplant. Im November hatte sich Vorstandschef David Allan im persönlichen Gespräch mit dem Biotech-Report noch absolut überzeugt vom positiven Ausgang der Tests gezeigt. YM Biosciences ist keineswegs ein Ein-Produkt-Unternehmen. Mit dem Krebs-Antikörper Nimotuzumab und dem inhalierbaren Schmerzmittel AeroLEF haben die Kanadier zwei weitere Late-Stage-Produktkandidaten in der Pipeline. Nichtsdestotrotz ging kurzfristig die Fantasie vor allem von den Tesmilifene-Daten aus. Die schlechten Daten und der Stopp der Tests dürften reichlich Anlegervertrauen gekostet haben. Es ist zu befürchten, dass der Aktienkurs, der naturgemäß um mehr als 50 Prozent eingebrochen ist, eine Weile brauchen wird, um sich von diesen Rückschlägen zu erholen. Der AKTIONÄR stellt deshalb seine Position im langfristigen Musterdepot glatt. Da die Zukunft von Tesmilifene noch offen ist und für die kommenden Monate Daten aus Studien mit den beiden anderen Produktkandidaten avisiert sind, verbleibt das Papier auf unserer Watchlist.

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