Yahoo!
- Tamara Bauer - Redakteurin

Rasante Wende bei Yahoo! Darum sollten sich Anleger auf mehr Überraschungen einstellen

Yahoo soll für sein Kerngeschäft mehrere Angebote über fünf Milliarden Dollar und mehr erhalten haben. Die Aktie des Internet-Pioniers stieg am Donnerstag über 1,3 Prozent ins Plus. Hat der amerikanische Telekommunikations-Riese Verizon mit seinem Gebot über drei Milliarden überhaupt noch eine Chance?

Laut verschiedenen Medien - darunter ein Bericht von CNBC – soll Yahoo mehrere Angebote über fünf Milliarden Dollar und mehr für die zweite, seit gestern beendete, Bieterrunde für sein Kerngeschäft erhalten haben. CNBC-Finanzjournalist David Faber wisse allerdings nicht, ob die Gebote neben dem Webgeschäft auch Yahoos Patente und Immobilien enthalten. Als mögliche Bieter werden der nordamerikanische Telekommunikationskonzern AT&T und Private-Equity-Gesellschaften genannt.

Anfang der Woche hatte der amerikanische Telekommunikations-Riese Verizon rund drei Milliarden Dollar für das Web-Geschäft des Internet-Pioniers Yahoo geboten, berichtete das Wall Street Journal. An den Immobilien und Patenten, die noch einmal rund eine Milliarde Dollar wert sind, habe Verizon allerdings kein Interesse.

Angesichts der veranschlagten Bewertung von bis zu acht Milliarden Dollar für das Kerngeschäft von Yahoo mit der bezahlten Suche und Online-Werbung und den neuen Geboten über fünf Milliarden Dollar, scheint Verizon mit seinem jetzigen Angebot von drei Milliarden Dollar keine Chance zu haben.

Eine endgültige Entscheidung wird Yahoo wahrscheinlich erst nach der dritten Bieterrunde fällen, die Anfang nächster Woche beginnt. Sollte Verizon ernsthaft Interesse an Yahoo zeigen, müsste das Angebot erstens auf mindestens fünf Milliarden Dollar erhöht und zweitens die Patente und Immobilien mit einbezogen werden.

Aussicht auf Sonderdividende? 

Für die Yahoo-Aktie spricht derzeit das neu aufkommende Kauf-Interesse am Kerngeschäft. Denkbar ist eine entsprechende Sonderdividende, die im Zuge des Milliarden-Deals an die Aktionäre ausgeschüttet werden könnte. Die Papiere haben seit dem Jahrestief bei 23,66 Euro von Februar knapp 40 Prozent zugelegt. DER AKTIONÄR sieht noch mehr Trading-Potenzial und ist auf der Long-Seite positioniert. Anleger bleiben dabei.

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