Datagroup
- DER AKTIONÄR

Wort gehalten

Nach einem verhaltenen Börsenstart hat sich Datagroup mit starken Geschäftszahlen zurückgemeldet. Mit einem Jahresüberschuss von 1,64 Millionen Euro übertraf der IT-Konzern im Geschäftsjahr 2005/06 die Analystenschätzungen um rund 20 Prozent. Auch das Expansionstempo ist mit drei Übernahmen in den vergangenen drei Monaten höher als erwartet. DER AKTIONÄR sprach mit Firmenchef Hans-Hermann Schaber über die weiteren Pläne der Gesellschaft.

Die IT-Holding Datagroup hat die Analysten mit starken Geschäftszahlen überrascht. Die Wachstumsstory stimmt.

Nach einem verhaltenen Börsenstart hat sich Datagroup mit starken Geschäftszahlen zurückgemeldet. Mit einem Jahresüberschuss von 1,64 Millionen Euro übertraf der IT-Konzern im Geschäftsjahr 2005/06 die Analystenschätzungen um rund 20 Prozent. Auch das Expansionstempo ist mit drei Übernahmen in den vergangenen drei Monaten höher als erwartet. DER AKTIONÄR sprach mit Firmenchef Hans-Hermann Schaber über die weiteren Pläne der Gesellschaft.

DER AKTIONÄR: Herr Schaber, laufen Sie bei dem hohen Übernahmetempo nicht Gefahr, den einen oder anderen wichtigen Punkt bei einer Akquisition zu übersehen?

HANS-HERMANN SCHABER: Keineswegs. Wir haben große Erfahrungen bei der Übernahme und Integration von Unternehmen und daher klar strukturierte Prozesse und Vorgehensweisen. Durch den Vergleich sogenannter „Key Performance“-Indikatoren, also Schlüsselkennzahlen, identifizieren wir Kostensenkungspotenziale bereits im Vorfeld der Übernahme und kennen somit die Situation und die Stellschrauben sehr gut.

Wie viel Geld haben Sie nach der dritten Übernahme noch in der „Kriegskasse“?

Die Übernahme der ICP war sehr günstig. Mit dem Verkäufer ist jedoch über den genauen Kaufpreis Stillschweigen vereinbart worden. Wir verfügen nach dieser Akquisition Stand heute noch über mehr als drei Millionen Euro Liquidität.

Worauf liegt der Fokus im laufenden Geschäftsjahr?

Wir werden unsere „Buy and Turnaround“-Strategie konsequent weiter verfolgen. Eine wichtige Aufgabe ist nun natürlich die Restrukturierung der akquirierten Unternehmen und deren Einbindung in den Konzern sowie das Heben von Synergiepotenzialen. Hierbei kommen wir im Übrigen sehr gut voran.

Worauf führen Sie es zurück, dass es bei der akquirierten MIS besonders gut läuft?

MIS ist als Platzhirsch in Bremen nahezu ein Vollsortimenter mit exzellenten Kundenbeziehungen und sehr guten Mitarbeitern. Dies ist eine ideale Voraussetzung, um von der anziehenden Branchenkonjunktur voll zu partizipieren. Außerdem hat MIS in den letzten Monaten exzellente Abschlüsse im Bereich von langfristigen Managed-Services- und Rechenzentrums-Verträgen tätigen können.

Aber mit dem aktuellen Aktienkurs können Sie noch nicht zufrieden sein?

Nein, aber da wir jetzt unsere Ergebnisse übertroffen haben, sollte es mit der Anlegerabstinenz bald vorbei sein. Zudem erreichen wir mit jeder Akquisition, die wir tätigen, eine „wahrnehmbarere“ Größe. Im Übrigen hoffen wir, dass 2007 ein gutes Jahr für Small Caps wird, und da werden Firmen, die ihre Prognosen übererfüllen, sicherlich nicht auf der Schattenseite stehen bleiben.

Auf der Sonnenseite

Durch das Übertreffen der Analystenprognosen hat sich Datagroup bei institutionellen Investoren eindrucksvoll in Erinnerung gebracht. Angesichts der günstigen Bewertung – das aktuelle KGV liegt bei 9 – sowie der intakten Wachstumsstory ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Aktie das Emissionsniveau bei 3,20 Euro deutlich hinter sich lassen kann.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 04/2007.

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