Deutsche Bank
- Michael Schröder - Redakteur

Wirecard und Sky Deutschland im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau I

Die Börse am Sonntag erwartet, dass sich ein Engagement bei Wirecard auch mit Derivaten auszahlt. Die Euro am Sonntag spekuliert auf den anhaltenden Kurs-Himmelssturm von Sky Deutschland. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau (Aus gegebenem Anlass: Die folgenden Texte sind von den jeweils genannten Publikationen übernommen und üblicherweise Sinn wahrend gekürzt und verständlicher formuliert. Anmerkungen der Börsenwelt-Redaktion stehen ausschließlich in Klammern und sind mit dem Vorsatz in der Klammer "Anmerkung der Redaktion" gekennzeichnet. Eine Presseschau gibt Texte anderer Presseorgane wieder, ohne deren Sinn zu verändern.): Die Experten der Börse am Sonntag erklären, Wirecard ist bestens aufgestellt, um an dem erwarteten, anhaltenden Wachstum des Handels im Internet mit europäischer und asiatischer Kundschaft zu verdienen. Das Unternehmen bietet heute mehr als 85 Zahlungs- und Risikomanagement-Lösungen an und hat sich einen Technologievorsprung erarbeitet. Wirecard kann die vielen unterschiedlichen nationalen und internationalen elektronischen Zahlungsarten sowie alternative Bezahlverfahren miteinander verknüpfen. Das sogenannte mobile payment, also das Bezahlen mit Hilfe des Mobiltelefons, gilt ebenfalls als Wachstumsmarkt. Auch hier ist Wirecard seit Ende des Jahres 2011 als Dienstleistungsunternehmen für die technische Abwicklung multifunktionaler mobiler Bezahllösungen tätig. Wirecard bietet auch das sogenannte Issuing an. Dabei geben Firmen Karten zum Bezahlen oder für Kundenbindungsprogramme aus und Wirecard wickelt die Vorgänge ab. Die Wirecard Bank rundet das Angebot sinnvoll ab. Die wichtigsten Alleinstellungsmerkmale des Konzerns sind die Kombination aus Software-Technologie und Bankprodukten, die weltweite Ausrichtung der Zahlungsplattform und innovative Lösungen, um Online-Zahlungen effizient und sicher abwickeln zu können. Zu den treibenden Faktoren des Geschäftes zählt die weltweit anhaltende Verlagerung des stationären Handels ins Internet. Zudem bauen viele Firmen, die von diesem wachsenden sogenannten E-Commerce profitieren wollen, keine eigenen Online-Bezahlsysteme auf, sondern gliedern diese aus Komplexitäts- und Kostengründen an Spezialanbieter aus. Insgesamt nutzen inzwischen mehr als 13.000 Geschäftskunden das umfangreiche Angebot von Wirecard. Die Zahlen für die ersten neun Monate des laufenden Jahres sind entsprechend stark ausgefallen. Der Vorstand konkretisierte die Ziele für das EBITDA für das Gesamtjahr von 103 bis 115 auf 106 bis 113 Millionen Euro. Auch künftig dürften ergänzende kleinere Zukäufe getätigt werden. Das Unternehmen sollte auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten aufgrund der branchenspezifischen verheißungsvollen Aussichten den profitablen Wachstumskurs fortsetzen.

Die Aktie ist zwar ambitioniert bewertet, doch das starke Momentum, die vielversprechenden Geschäftsaussichten und die starken Ergebnisse und Bilanzkennzahlen rechtfertigen den Einstieg, wenn der Kurs zurücksetzt. Der stop loss sollte bei 14,50 Euro gesetzt werden. Risikobereite Anleger sollten dann auch das endlos laufende Bull-Zertifikat (WKN CZ0 8WQ) der Commerzbank auf Wirecard kaufen. Der Schein ist mit einer Basis bei 13,78 Euro, einer Totalverlust-Schwelle bei 15,19 Euro und einem Hebel von derzeit 4 ausgestattet. Auch das ebenfalls open end aufgelegte Long-Zertifikat (WKN BP4 2QR) der BNP weist einen Hebel von momentan 4 auf. Der Basispreis liegt hier jedoch bei 13,72 Euro und die Knock-out-Schwelle bei 14,82 Euro. Wer von sinkenden Aktienkursen ausgeht, sollte den wiederum endlos laufenden Put-Optionsschein (WKN DZB 153) der DZ Bank auf Wirecard kaufen. Dieser Schein weist eine Basis bei 22,97 Euro, eine Totalverlust-Schwelle bei 21,91 Euro und einen Hebel von aktuell 3,7 auf.

Die Euro am Sonntag: Weiter himmelwärts mit Sky     

Zwölf Millionen Euro operativen Verlust hat Sky Deutschland noch im dritten Quartal des vorigen Jahres ausgewiesen. Im dritten Quartal des laufenden Jahres verdiente der Bezahlfernsehsender operativ 18,2 Millionen Euro. Damit war das operative Quartalsergebnis von Sky Deutschland zum zweiten Mal in Folge positiv. Netto belief sich der Verlust jedoch auf rund 17 Millionen Euro. Die Experten der Euro am Sonntag begründen das mit dem anhaltenden Kundenzuwachs; im dritten Quartal kamen 80.000 Neukunden hinzu und die Bestandskunden nutzen offenbar die Angebote intensiver, was sich an einem steigenden Umsatz pro Abonnent ablesen lässt. Vorstandsvorsitzender Brian Sullivan gibt im laufenden vierten Quartal viel Geld für die Übertragung der Fußball-Bundesliga der Herren sowie der UEFA-Champions-League aus, weshalb er mit einem hohen Verlust rechnet. Im Gesamtjahr 2013 soll das operative Ergebnis jedoch positiv sein. Nach der Veröffentlichung dieser Zahlen ist der Aktienkurs weiter deutlich gestiegen.  Der Aufwärtstrend ist intakt. Risikobereite Anleger sollten die Aktie deshalb mit einem Kursziel von 4,30 Euro und einem Stoppkurs bei 2,60 Euro kaufen.      

Änderungen in Musterdepots der Euro am Sonntag:

Joachim Spiering, Verantwortlicher für das offensiv ausgerichtete Musterportfolio, hat seine 1.480 Anteile der ING Groep ausgebucht. Die 430 Zertifikate (WKN ABN 3MX) auf den Index S&P Homebuilding sind mit Gewinn ausgestoppt worden und die 640 Put-Optionsscheine (WKN BP4 4GC) auf den DAX sind mit Verlust abgelaufen. Dafür hat Spiering 444 Aktien der Schaltbau Holding zu 26,98 Euro eingebucht. Nun möchte er sich noch von seinen 660 Titeln von Celesio wohl mit Verlust trennen. Dafür möchte er 10.000 Papiere von Alno, 1.250 Anteile von YOC und 920 Inline-Optionsscheine (WKN SG3 HML) auf den DAX aufnehmen.

In dem von Sven Parplies betreuten Momentum-Musterdepot, sind nach rein mathematischen Vorgaben auf Basis der "Relativen Stärke nach Levy (RSL)" die 4.024 Anteile an Sirius XM Radio A0Q7V0, die 1.383 Aktien der ING Groep, die 399 Titel von Virgin Media und die 260 Papiere der Deutschen Bank ausgestoppt worden. Dafür hat Parplies 140 Vorzugsaktien von Sartorius zu 65 Euro und 190 Anteile der Sears Holding zu 48,04 Euro eingebucht. Nun möchte er die 750 Aktien der Deutschen Lufthansa, die Vorzugsaktien von Sartorius und die Titel der Sears Holding wieder ausbuchen und dafür Papiere von Gilead Sciences aufnehmen.

Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:

Die Verantwortlichen für das Trendfolge-Musterportfolio haben ihre 55 Anteile am börsennotierten Fonds (ETF; WKN ETF 001) auf den Dax mit einem Gewinn von neun Prozent zu 69,56 Euro ausgebucht.

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