Wirecard
- Jochen Kauper - Redakteur

Real-Depot-Wert Wirecard: Bargeld war gestern – so profitieren Anleger vom neuen Mega-Trend!

Machen wir uns nichts vor. Bargeld wird als Zahlungsmittel verschwinden. Irgendwann. Ob das in zehn, zwanzig oder erst in dreißig Jahren der Fall sein wird, darüber lässt sich streiten. Fakt ist: die Kreditkartentransaktionen nehmen von Jahr zu Jahr weiter zu. Hinzu kommt, dass in Zukunft wohl das Handy zur digitalen Brieftasche wird. Das viele Kleingeld in der Hosentasche, das Abzählen von Bargeld oder verschiedene PINs, alles Schnee von gestern.

Siegeszug der Kreditkarte

Die Zahl der Transaktionen via Kreditkarte stieg im Jahr 2013 um zehn Prozent auf 66 Milliarden – weltweit. Tendenz weiter steigend. Experten haben bereits einen neuen Trend ausgemacht: Bezahlen via Handy wird in den nächsten Jahren den Markt auf den Kopf stellen. „Die digitale Evolution lässt uns einen Kulturwandel durchleben, der fast alle Lebensbereich umfasst“, sagt der Vorstand von Wirecard, Markus Braun. Auf dieser Welle fahren große Kreditkartenfirmen wir Visa, Mastercard und Amercian Express jedes Jahr neue Rekorde ein. Nur wenige haben die deutsche Firma Wirecard auf dem Zettel. Warum?

Schaltzentrale Aschheim

München-Aschheim, Einsteinring 35, Hauptsitz von Wirecard. Von seinem Büro aus im dritten Stock zieht Markus Braun mittlerweile seit über zwölf Jahren die Fäden. Unter seiner Führung ist der Umsatz von Wirecard von fünf auf fast 500 Millionen Euro geklettert. Wer denkt, das Potenzial müsste längst ausgereizt sein, der irrt sich. 

Ein kleines Stück vom großen Kuchen

Wirecard bietet seinen Kunden wie zum Beispiel Online-Shops zum einen die Prüfung der Kreditwürdigkeit der Kunden vor Abschluss einer Transaktion an. Zum anderen wickelt Wirecard die komplette technische Durchführung des Bezahlprozesses ab. Heißt: ein Online-Shop kann die gesamte Bezahlprozedur inklusive der wichtigen Bonitätsprüfung des Kunden an Wirecard outsourcen. Wirecard verdient dabei nicht zu knapp: Die Transaktionsgebühr, die der Online-Shop dafür bezahlt, beträgt im Schnitt zwei Prozent der Transaktionssumme. Davon streicht rund 1,2 Prozent das Kreditkarteninstitut ein (Visa, Mastercard), 0,8 Prozent gehen an Wirecard.

Up, up...

Das zahlt sich aus. 2010 setzte Wirecard 272 Millionen Euro um. 2013 waren es bereits 482 Millionen Euro. Geht es nach Analystin Alexandra Schlegel vom Bankhaus Lampe, wird Wirecard 2016 bereits 868 Millionen Euro erlösen. Die Gewinnentwicklung steht dem in Nichts nach. 2013 betrug das EBIT rund 99 Millionen Euro. 2016 geht die Analystin von 210 Millionen Euro aus. Die Geschäftsentwicklung von Wirecard spiegelt den Siegeszug des bargeldlosen Zahlungsverkehrs wider. Hinzu kommt der steigende E-Commerce. Eine Art Sonderkonjunktur könnte sogar noch hinzu kommen: Kein geringerer als Apple-Chef Tim Cook könnte das Wachstum von Wirecard beschleunigen. Es wäre nicht das erste Mal, dass Apple den Weg für den Siegeszug einer neuen Technologie ebnet. Apple gilt als Visionär, als Trendsetter. Vor kurzem hat Apple nämlich das Bezahlsystem „Apple Pay“ vorgestellt. Noch steckt bezahlen via Handy noch in den Kinderschuhen. Doch die Bereitschaft der Bürger ist da. Laut einer Umfrage wären 71 von 100 Menschen bereit, ihre Parkgebühren mit dem Handy zu bezahlen. 50 von 100 würden sogar ihre Taxirechnung mit dem Smartphone begleichen. Experten sind sich einig: Betrug der weltweite Umsatz mit dem Handy bezahlter Dienstleistungen im Jahr 2013  rund 235 Milliarden Dollar, wird sich die Summe bis 2016 auf 565 Milliarden Dollar mehr als verdoppeln. „Wirecard wird von diesem Trend profitieren wird“, sagt Bankhaus Lampe-Analystin Schlegel.

Zukäufe, neue Aufträge…

Hinzu kommt eine geschickte Expansionsstrategie von Wirecard. 2013 haben Wirecard-Vorstand Markus Braun und sein Team mehrere Deals in Asien unter Dach und Fach gebracht. Mit Trans Infotech und Payment Link in Singapur sowie PT Aprisma Indonesia riss sich Braun gleich drei aussichtsreiche Firmen unter den Nagel. Das Spannende daran: alle drei Firmen wachsen schneller als Wirecard. „Wir gehen zukünftig von weiteren Akquisitionen in Asien und Europa aus“, sagt Alexandra Schlegel vom Bankhaus Lampe. Die Anzahl Wirecard-Kunden wächst rasant. 16.000 sind es derzeit, mehr als 2.000 kamen allein 2013 neu dazu. Highlights: Frankreichs größter Mobilfunkanbieter Orange sowie Telefonica Germany setzen in Zukunft auf Wirecard. „Mit steigender Kundenanzahl gelingt es Wirecard auch zunehmend, große Kunden zu überzeugen. Die Größe der Kunden wirkt sich wiederum positiv auf die Höhe des gesamten Transaktionsvolumens aus“, sagt Alexandra Schlegel vom Bankhaus Lampe.

... sorgen für eine Prognoseanhebung

Vor wenigen Tagen gab Wirecard die Eckdaten für das dritte Quartal bekannt. Wie erwartet, machte Wirecard dabei eine gewohnt gute Figur: Der Umsatz legte um 24 Prozent auf 424 Millionen Euro zu. Der operative Gewinn von Zinsen, Steuern und Abschreibungen  (EBITDA) kletterte sogar um 37 Prozent auf 121 Millionen Euro. Wenige Wochen zuvor hatte Vorstand Markus Braun bereits zum zweiten Mal im laufenden Geschäftsjahr die Gewinnprognose angehoben. Das zeigt: die Geschäfte laufen gut. "Den TecDAX hat die Aktie im letzten Monat um 6,7 Prozent hinter sich gelassen, was wir eindeutig als Signal der relativen Stärke werten“, sagt Oliver Pucker von Close Brothers Seydler Research.

 

Kaufen

Wirecard steigert mit schöner Kontinuität Umsatz und Gewinn. Wer auf den Trend des Bargeldlosen Zahlungsverkehrs setzten will, der ist mit der Aktie von Wirecard sehr gut positioniert. Hinzu kommt: Die Kasse ist mit 300 Millionen Euro gefüllt. Gut möglich, dass Vorstand Markus Braun noch in diesem Jahr einen weiteren Deals einfädelt. DER AKTIONÄR spekuliert daher im Real-Depot auf steigende Kurse der Wirecard-Aktie.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

 

 

 

 

 

 

 

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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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