Wirecard
- Nikolas Kessler - Redakteur

Wirecard: Diese Marke muss halten!

Die Aktie von Wirecard setzt ihre Talfahrt zu Wochenbeginn fort und verliert am Montagvormittag als einer der größten DAX-Verlierer rund zwei Prozent. Bereits in der Vorwoche ging es um fast acht Prozent bergab. Mit Blick auf das Chartbild zeichnet sich damit langsam aber sicher eine Richtungsentscheidung ab.

Prognoseerhöhung, gute Quartalszahlen, optimistische Langfristziele, bullishe Analyten und zuvor der DAX-Einzug: Wirecard hat in den vergangenen Wochen gute News wie am Fließband produziert. Für die Aktie ging es aber trotzdem überwiegend nach unten. Ausgehend vom Allzeithoch bei 199 Euro von Anfang September hat sie inzwischen fast 30 Prozent an Wert eingebüßt.

Richtungsentscheidung bei 142,46 Euro

Nachdem die 38- und 90-Tage-Linie sowie der mittelfristige Aufwärtstrend bereits im Oktober gerissen wurde, ist der Kurs zuletzt auch unter die horizontale Unterstützung im Bereich von 150 Euro gerutscht. Damit rückt nun auch die 200-Tage-Linie im Bereich von 142,46 Euro in den Fokus. Knapp darunter verläuft zudem der seit Januar 2017 gültige, langfristige Aufwärtstrend.

Ein Rückfall unter diese Chartmarken wären technische Verkaufssignale und könnte den Druck auf die Aktie zusätzlich erhöhen. Für die Bullen würde es dadurch noch schwerer, das Ruder wieder herumzureißen.

Sollte der Kurs im Bereich der 200-Tage-Linie und des langfristigen Aufwärtstrends die Kurve kriegen und wieder nach oben drehen, gilt es zunächst die Unterstützung bei 150 Euro zurückzuerobern. Anschließend wartet bei rund 160 Euro ein Widerstand, den es auf dem Weg nach oben zu überwinden gilt. 

 

Aktie auf der Beobachtungsliste

Auf fundamentaler Ebene hat sich bei Wirecard nichts geändert – der E-Commerce-Boom und dem allgemeinen Trend hin zur Digitalisierung lässt beim Zahlungsabwickler die Kasse klingeln. Dennoch entweicht die zwischenzeitliche Euphorie der Anleger. DER AKTIONÄR sieht sich in seiner Einschätzung bestätigt, wonach bereits viel Gutes in den Kurs eingepreist ist. Anleger sollten daher zunächst die nahende Richtungsentscheidung im Chart abwarten.

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