Wirecard
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Wirecard-Aktie: Das gehört zur Wahrheit

Hat der Zahlungsdienstleister Wirecard ein Compliance- und Bilanz-Problem in Singapur? Diese Frage steht im Raum. Beantwortet ist sie bis heute nicht. Der Aktie fehlt damit trotz guter Nachrichtenlage ein signifikanter Impuls. Das Warten kostet Nerven, dürfte in absehbarer Zeit aber ein Ende finden. Zur Wahrheit gehört aber ohne jeden Zweifel ein Umstand, der angesichts der Vorwürfe zu sehr in den Hintergrund gerückt ist.

Die Aktie des Zahlungsdienstleisters Wirecard aus Aschheim bei München leidet nach wie vor unter den von der Financial Times vorgebrachten Vorwürfen, in der Niederlassung in Singapur sei es zu Bilanzunregelmäßigkeiten gekommen. Wir gehen weiterhin davon aus, dass Wirecard den Prüfbericht der Compliance-Kanzlei Rajah & Tann, der vom Markt sehnsüchtig erwartet wird, bis spätestens 4. April vorlegt. Die Frage, warum das alles so lange dauert, kann nicht abschließend beantwortet werden. Experten bringen diesbezüglich zum Ausdruck, dass eine Compliance-Prüfung sehr zeitintensiv sein kann – unabhängig davon, welche Beträge im Raum stehen. Sicher ist dagegen: Erst im Anschluss dürfte die Aktie wieder frei aufspielen. Sollten die Vorwürfe durch den Bericht entkräftet werden, ist eine rasche Erholung dabei nicht unwahrscheinlich.

Zur Wahrheit gehört auch, dass das übergeordnete Bild (siehe Tweet „Renditedreieck Wirecard“) bei der Wirecard-Aktie bis zuletzt ohne jeden Zweifel positiv gewesen ist. Es findet sich kaum ein Wert in Deutschland, der sich in den vergangenen Jahren ähnlich stark entwickelt hat.  Unabhängig davon, wann man im Zeitraum 2000 bis 2018 eingestiegen ist – in den allermeisten Fällen hätte man mit der Aktie des Zahlungsdienstleisters am Ende Geld verdient. Seit 2008 ist das Bild nahezu durchgehend positiv. Mit einer Ausnahme: Wer Ende 2015 einstieg und Ende 2016 wieder ausstieg, blieb auf einem Verlust von 12 Prozent sitzen. Grund hierfür: Im Februar 2016 schoss die Financial Times die Aktie von Wirecard schon einmal mit Berichten über eine Studie von Zatarra Research in Grund und Boden. Die Vorwürfe erwiesen sich als haltlos – die Aktie erholte sich im Anschluss innerhalb kürzester Zeit. Gegen den Autor des besagten „Research-Berichts“, Fraser Perring, erließ die Staatsanwaltschaft München zuletzt einen Strafbefehl. Heute ermittelt die gleiche Behörde unter anderem gegen Unbekannt – und gegen FT-Autor Dan McCrum.

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Ein Beitrag von Leon Müller, Chief Editor Börsen.Briefing. – dem täglichen Newsletter des Anlegermagazins DER AKTIONÄR (registrieren Sie sich kostenfrei unter www.boersenbriefing.de)

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  • Christiane Gabriel -
    Geld trägt keinen Namen. Das gilt auch für jede Pensionskasse und jede Bank.

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