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Wirecard-Aktie: Es ist vorbei

Die Aktie des Zahlungsdienstleisters Wirecard reiht sich zu Beginn der neuen Woche ganz weit vorn in der Gewinnerliste im DAX ein. Ein erneut kritischer Bericht einer deutschen Tageszeitung kann die Erholung nicht bremsen. Zuvor hatte die Süddeutsche Zeitung berichtet, Chief Operating Officer Jan Marsalek sei in den Skandal in Singapur verwickelt. Der Markt spricht hier heute eine klare Sprache, und die lautet: Es ist vorbei.

Bei der Aktie des DAX-Unternehmens Wirecard deutet sich immer stärker eine Trendwende an, weg vom newsgetriebenen Handel einschließlich panikartiger Verkaufswellen infolge kritischer Medienberichte  hin zu einer von Nüchternheit geprägten Bewertung der operativen Entwicklung. Indiz dafür: Ein am Sonntag in der Süddeutschen Zeitung veröffentlichter kritischer Artikel bleibt heute folgenlos. Die Tageszeitung berichtete unter der Überschrift „Auf Anweisung des Vorstands“ von Verstrickungen des Wirecard-Chief Operating Officer Jan Marsalek in die Singapur-Affäre, die seit Ende Januar Anleger und Beobachter in Atem hält.

Während also erneut ein kritischer Bericht veröffentlicht wurde und die Untersuchungen der Vorgänge in Singapur andauern, steigt die Wirecard-Aktie an diesem Montag um knapp zwei Prozent.

Sofern die Bilanzpressekonferenz wie erwartet an besagtem Tag stattfindet (sie wurde zuvor vom 4. auf den 25. April verschoben), dürfte das Ausstellen des Testats durch die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young viel Anspannung und Sorge aus dem Titel rausnehmen.

DER AKTIONÄR hält weiterhin an der am vergangenen Mittwoch eingegangen Long-Position in der Aktie fest. Sie wurde zu 107,30 Euro in das Aktien-Musterdepot des AKTIONÄR gekauft und hat seither rund fünf Prozent an Wert gewonnen. 


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  • Andreas van Almsick -
    Von welchem "Skandal" in Singapur ist hier bitte die Rede? Es gibt nur einen Skandal und der ist mit der Financial Time und einem dort arbeitendem Journalisten als Wiederholungstäter verbunden.
  • Till Wollheim -
    Süddeutsche Zeitung, knapp dem Konkurs entronnen: das Hemd ist halt näher wie die Hose äh Seriosität! Warum - und das ist immer die erste Frage eines Kriminalisten - sollte der Täter seine Tat begangen haben? Es gibt für ein Unternehmen, das jedes Jahr seine Umsätze verdoppelt, keinen Grund mit solchen Schmuddelspielen seinen Erfolg zu beschmutzen. Von daher ist absolut klar, daß der Vorstand dem Beschuldigten niemals beauftragt haben kann, so einen Schwachsinn zu machen - was im Übriegen bei jeder Buchprüfung schnell auffällt!

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