Wirecard
- Börsen.Briefing.

EILMELDUNG Wirecard-Aktie: Alles eine Verschwörung? Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Financial Times

Die Financial Times-Redakteure Dan McCrum und Stefania Palma haben mit ihren Artikeln über angebliche Bilanzmanipulationen bei der Wirecard AG einen veritablen Crash bei der Aktie des DAX-Konzerns ausgelöst. Wie jetzt bekannt wird, hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen die Redakteure der Financial Times aufgenommen. In der Vorwoche war bekannt geworden, dass ein Leerverkäufer womöglich bereits vor Veröffentlichung der kritischen Artikel über den Zeitpunkt ihrer Online-Stellung informiert gewesen sei.

Dieser Artikel ist um 11.58 Uhr erschienen und wird fortlaufend aktualisiert. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um den jeweils aktuellsten Stand angezeigt zu bekommen.

Letztes Update: 12.29 Uhr

Mit ihrer Artikel-Serie über angebliche Bilanzmanipulationen haben die Financial Times-Redakteure Dan McCrum und Stefania Palma die Aktie der Wirecard AG abstürzen lassen. Wie die Tageszeitung Frankfurter Allgemeine Zeitung jetzt in ihrer Online-Ausgabe meldet, hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen die Redakteure der FT eingeleitet. Ihr läge eine Strafanzeige gegen einen FT-Journalisten vor. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung zitiert einen Sprecher der Staatsanwaltschaft mit den Worten: „Uns liegt eine konkrete Strafanzeige eines Anlegers vor.“ Ermittelt werde nun „wegen Vergehens nach dem Wertpapierhandelsgesetz.“ Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa-AFX wurde die Meldung bestätigt.

Die Ermittlungen könnten die Antwort auf die Frage liefern, ob seitens der Financial Times Fehler begangen wurden. 

Vorige Woche war ein Bericht in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen, der für Wirbel sorgte. Dort hieß es: "Die Aktienkursturbulenzen des Zahlungsabwicklers Wirecard sind nun ein Kriminalfall. Nach Informationen der F.A.Z. soll der Staatsanwaltschaft München I die brisante Aussage eines Leerverkäufers vorliegen: Der Zeuge soll demnach zugegeben haben, vorab darüber informiert worden zu sein, wann die „Financial Times“ in ihrer Onlineausgabe über Wirecard berichten würde."

Die Financial Times dementierte daraufhin etwaige Vorwürfe, Informationen über die Veröffentlichung der Artikel seien im Vorfeld nach außen gedrungen. Nach näherer Betrachtung muss man allerdings feststellen, dass dieses Dementi wohl mehr Fragen aufgeworfen hat als beantwortet wurden.

Als Reaktion auf das Verbot der BaFin hat die Aktie der Wirecard AG zweistellig an Wert gewonnen. 

Ein Artikel von Leon Müller, Chief Editor AKTIONÄR Börsen.Briefing. (www.boersenbriefing.de) 

| Auf dem Laufenden bleiben | Täglich. Kostenfrei. Unverbindlich. |

Bleiben Sie über die Entwicklung bei Wirecard, Infineon, der Deutschen Bank und anderen spannenden Unternehmen auf dem Laufenden. Lesen Sie das Börsen.Briefing. – den neuen täglichen Newsletter des AKTIONÄR. Wenn Sie sich bisher noch nicht registriert haben, besuchen Sie jetzt www.boersenbriefing.de und bestellen Sie kostenfrei und unverbindlich das Börsen.Briefing. Oder nutzen Sie einfach das nachstehende Formular. Schon am nächsten Börsentag erhalten Sie die erste Ausgabe des Börsen.Briefing. kostenfrei in Ihr E-Mail-Postfach zugestellt.

 


Der Newsletter ist unverbindlich und kostenlos. Zum Abbestellen reicht ein Klick auf den Abmelde-Link am Ende des Newsletters.



Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail-Adresse ein.


Bitte akzeptieren Sie unsere Datenschutzbedingungen.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema: