Wirecard
- Börsen.Briefing.

Wirecard-Aktie 5 Prozent im Minus: Achtung, ab hier droht der totale Kollaps!

Die Aktie des Zahlungsdienstleisters Wirecard unterliegt heftigen Schwankungen. Kleinste Meldungen lassen die Aktie binnen Minuten um etliche Prozente sinken. Leerverkäufer und Trader feiern die Volatilität. Im Chart lässt sich jetzt eine Marke ausmachen, die als absoluter Wendepunkt gilt. Fällt sie, droht der totale Zusammenbruch des Kurses. Es wäre ein Fest für die gestiegene Zahl der Leerverkäufer, und ein Horror für Long positionierte Anleger.

In den zurückliegenden Tagen haben Leerverkäufer ihre Short-Positionen bei Wirecard weiter ausgebaut. Meldungen darüber im Bundesanzeiger versetzen die Aktie regelmäßig in Bewegung – werden zur selbsterfüllenden Prophezeiung. Kaum veröffentlicht, sinkt der Kurs schnell um einige Prozentpunkte. Zuletzt gab die New Yorker Slate Path Capital bekannt, 1,50 Prozent der Wirecard-Aktien leerverkauft zu haben. Das entspricht 1,85 Millionen Papieren. Zuvor hatte Odey Asset Management aus London öffentlich gemacht, 0,77 Prozent des ausgegeben Aktienkapitals leerverkauft zu haben. 

Bleiben Sie mit dem Börsen.Briefing. – dem neuen täglichen Newsletter des AKTIONÄR – immer auf dem Laufenden. Registrieren Sie sich hier kostenfrei für den Bezug des Börsen.Briefing., nutzen Sie das untenstehende Formular oder besuchen Sie jetzt www.boersenbriefing.de

Sowohl Short- als auch die Long-positionierte Anleger sollten eine Marke im Auge behalten. Sie könnte entscheidend sein. Sie hat selbst in den schlimmsten Phasen immer gehalten – seit 2010. Selbst als die Financial Times die dubiose Zatarra-Research-Studie zum Anlass nahm gegen Wirecard zu schießen, machte die Aktie hier Halt.

Betrachtet man den Chart der Wirecard-Aktie auf Monatsbasis, erkennt man zum einen sofort den steilen Aufwärtstrend, der sich seit 2017 etabliert hat (und den Titel schließlich in den DAX katapultierte). Man erkennt zudem, dass es immer wieder größere Korrekturen gegeben hat. Spannend wird es, wenn man einen gleitenden Durchschnitt erstellt (Basis: 50 Monate). Dann wird deutlich, dass die Aktie diesen seit 2010 nicht unterschritten hat. Unabhängig davon, wie hart die Korrektur auch ausfiel (und es gab bekanntlich einige auf dem Weg nach oben).

Wirecard Monatschart GD50

Auch der aktuelle Crash fand bisher (vorerst) exakt hier sein Ende. Aktuell verläuft dieser gleitende Durschnitt bei etwa 85,30 Euro. Das Korrektur-Tief lag am 8. Februar bei 86,00 Euro. Short-Spekulanten könnten nun versuchen, den Kurs unter diese Schwelle zu drücken. Ein Schlusskurs auf Monatsbasis unterhalb dieser Marke würde ein bedeutendes Verkaufssignal erzeugen. Bisher allerdings, und das spricht für die Long-Seite, hat dieser Punkt wie schon in der Vergangenheit eine zuverlässige Wendemarke dargestellt. Ganz gleich, wie heftig die Turbulenzen auch gewesen sind, in der sich die Wirecard-Aktie befand.

| Auf dem Laufenden bleiben | Täglich. Kostenfrei. Unverbindlich. |

Bleiben Sie über die Entwicklung bei Wirecard, Infineon, der Deutschen Bank und anderen spannenden Unternehmen auf dem Laufenden. Lesen Sie das Börsen.Briefing. – den neuen täglichen Newsletter des AKTIONÄR. Wenn Sie sich bisher noch nicht registriert haben, besuchen Sie jetzt www.boersenbriefing.de und bestellen Sie kostenfrei und unverbindlich das Börsen.Briefing. Oder nutzen Sie einfach das nachstehende Formular. Schon am nächsten Börsentag erhalten Sie die erste Ausgabe des Börsen.Briefing. kostenfrei in Ihr E-Mail-Postfach zugestellt.

 


Der Newsletter ist unverbindlich und kostenlos. Zum Abbestellen reicht ein Klick auf den Abmelde-Link am Ende des Newsletters.



Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail-Adresse ein.


Bitte akzeptieren Sie unsere Datenschutzbedingungen.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • -
    Wie kann man guten Gewissens so einen Voodoo-Quatsch verbreiten? Aus einem Chart lässt sich, wissenschaftlich gesehen, nichts aber auch gar nichts ableiten. Es ist allenfalls ein Indiz auf das Verhalten der Herde. Wenn aber der Kurs künstlich getrieben wird, liegt ein nicht mehr voraussehbares Herdenverhalten vor! Die Tiere streben in alle Richtungen davon, wenn der Wolf ins Gehege kommt! Wirecard ist eine schnell wachsende Firma und daher kommt es nur auf die Perspektiven an, wohin der Kurs sich letztlich bewegen wird! Es sei an Kostolanis Herr und Hund Theorie erinnert! Wo der Hund hin rennt ist sekundär - man beobachte den Herrn!

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Börsen.Briefing. | 4 Kommentare

Wirecard AG: SEC-Ermittlungen?

Die deutsche Finanzaufsicht BaFin hat ein Verbot von Leerverkäufen in der Aktie der Wirecard AG verhängt, Ermittlungen wegen des Verdachts auf Marktmanipulation aufgenommen. In Deutschland wie in Singapur ist die Staatsanwaltschaft aktiv, in den USA rufen Anwälte Anleger auf, sich an Sammelklagen … mehr
| Börsen.Briefing. | 3 Kommentare

Wirecard AG: Brisanter Mail-Verkehr | EXKLUSIV

Die Sachlage rund um die Wirecard AG wird immer verworrener. Dem Anlegermagazin DER AKTIONÄR liegen E-Mails vor, die eine gewisse Brisanz erkennen lassen. Sie dokumentieren Vorgänge innerhalb der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Europäischen Wertpapier- und … mehr