Wirecard
- Nikolas Kessler - Redakteur

Wirecard, Adyen und Co: Payment-Aktien brechen ein

Nach schwachem Handelsstart hat Wirecard die Verluste im Tagesverlauf weiter ausgebaut. Am Dienstagnachmittag verliert die Aktie über acht Prozent und zählt damit zu den größten Verlierern im DAX. Auch Konkurrent Adyen muss kräftig Federn lassen.

Im allgemein schwachen Gesamtmarkt trifft es auch diesmal die vergleichsweise hoch bewerteten Tech-Titel besonders hart. Speziell in der Payment-Branche drückt zusätzlich eine Gewinnwarnung des französischen Zahlungsabwicklers Ingenico auf die Stimmung. Wegen des schwächelnden Geschäfts im Bereich Banks & Acquirers und negativer Wechselkurseffekte peilt das Unternehmen im Gesamtjahr 2018 nur noch einen operativen Gewinn (EBITDA) von 510 Millionen Euro an. Bislang hatte die EBITDA-Prognose bei mindestens 545 Millionen Euro gelegen.

Die Ingenico-Aktie ist daraufhin um bis zu 4,5 Prozent eingeknickt, konnte die Verluste im weiteren Verlauf aber fast vollständig ausgleichen. Grund sind neu angefachte Spekulationen, wonach die Investmentbank Natixis an einer Übernahme interessiert sei.

Wirecard & Adyen auf der Watchlist

Den prominenten Konkurrenten Adyen und Wirecard kann die Übernahmefantasie in der Branche am Dienstag jedoch keinen Rückenwind liefern – sie verzeichnen stattdessen erneut schmerzhafte Verluste. Beide Aktien stehen derzeit nicht auf der Empfehlungsliste des AKTIONÄR. Anleger sollten hier vorsichtig bleiben und keinesfalls ins fallende Messer greifen.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Nikolas Kessler | 0 Kommentare

Wirecard: Short-Attacke landet vor Gericht

Die Short-Attacke auf die Aktie von Wirecard im Februar 2016 hat ein Nachspiel vor Gericht. Nach Abschluss ihrer Ermittlungen geht die Staatsanwaltschaft von einem kriminellen Hintergrund aus und hat beim Münchner Amtsgericht einen Strafbefehl gegen den Herausgeber der Studie beantragt. Können die … mehr