Wincor Nixdorf
- Andreas Deutsch - Redakteur

Wincor-Nixdorf: Übernahme! AKTIONÄR-Spekulation geht voll auf

Der US-Geldautomatenhersteller Diebold ist beim deutschen Konkurrenten Wincor Nixdorf am Ziel. Die Wincor Nixdorf geht am Donnerstag durch die Decke.


Nach Ablauf der Übernahmefrist am Dienstag um Mitternacht habe Diebold nun 68,9 Prozent der Wincor-Stimmen sicher, teilte Diebold am Donnerstag mit. Die Mindestannahmequote hatte bei 67,6 Prozent gelegen. Bis zuletzt war unklar, ob Diebold diese Hürde schafft. Wincor-Aktien schossen in einer ersten Reaktion um 16 Prozent in die Höhe.

Beide Seiten hatten sich im November auf einen Zusammenschluss geeinigt. Diebold bietet 38,98 Euro in bar sowie 0,434 Diebold-Anteile je Wincor-Nixdorf-Aktie. Der Preis entsprach bei Vorstellung der Offerte Mitte November einem Wert von 52,50 Euro je Wincor-Papier, insgesamt beläuft sich das Angebot damit auf rund 1,7 Milliarden Euro.

Der neue Konzern soll künftig Diebold Nixdorf heißen und seinen rechtlichen Sitz in North Canton im US-Bundesstaat Ohio haben. Nun steht noch die Genehmigung der Behörden aus, damit Diebold die Übernahme wie geplant bis zum Sommer abwickeln kann.

22 Prozent in zwei Monaten

Die Aktie von Wincor Nixdorf schießt nach der Meldung nach oben, gewinnt derzeit 19 Prozent auf 52,22 Euro. Die Übernahmespekulation des AKTIONÄR ging voll auf. Seit Empfehlung vor genau zwei Monaten notiert der Titel 22 Prozent im Plus. Das Potenzial ist ausgereizt; wer noch investiert ist, verkauft.

(Mit Material von dpa-AFX)

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