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Steve Jobs hat mit seinen iMacs bewiesen, dass Computer nicht in grauen Kästen stecken müssen, sondern echte Hingucker sein können. Mit dem MP3-Player iPod und dem Downloaddienst iTunes hat er die Art und Weise revolutioniert, wie Menschen heutzutage Musik kaufen und anhören. Jetzt schickt er sich an, unsere Wohnzimmer zu erobern.

Mit der Ankündigung des iTV hat Apple-Chef Steve Jobs die Kunden erneut elektrisiert. Sollten die Anleger ebenfalls aus dem Häuschen sein?

Steve Jobs hat mit seinen iMacs bewiesen, dass Computer nicht in grauen Kästen stecken müssen, sondern echte Hingucker sein können. Mit dem MP3-Player iPod und dem Downloaddienst iTunes hat er die Art und Weise revolutioniert, wie Menschen heutzutage Musik kaufen und anhören. Jetzt schickt er sich an, unsere Wohnzimmer zu erobern. Keine leichte Aufgabe, aber die Anleger trauen es ihm offenbar zu, denn Apple-Aktien haben zuletzt kräftig an Wert gewonnen.

Vom PC auf den Fernseher

Die ganze Aufregung dreht sich um einen kleinen Kasten, den Jobs jüngst in San Francisco der Weltöffentlichkeit präsentierte. Der iTV, so der vorläufige Name der Hardware, soll zusammenbringen, was seiner Meinung nach schon lange zusammengehört: Internet und Fernsehen. Hierzu wird der iTV – einfach ausgedrückt: ein iMac im Kleinstformat – mittels herkömmlicher Steckverbindungen an den Fernseher angeschlossen. Dank Funkübertragung können anschließend Audio- und Videodateien vom heimischen PC, vom Mac oder aus dem Internet übertragen werden. Die Navigation erfolgt dabei über eine spezielle Infrarotfernbedienung, die mit dem iTV verbunden ist.

Kino zum Spartarif

Der Haken an der Sache: Das Angebot an Spielfilmen, darunter Klassiker wie „Bambi“ und Blockbuster wie „Fluch der Karibik“, ist noch sehr überschaubar. Bislang hat Apple mit den Disney Studios lediglich einen Kooperationspartner. Allerdings ist sich Steve Jobs sicher, dass andere Studios zügig dem Beispiel Disneys folgen werden und sich bald die Filmdatenbank füllt. Der iTV soll im ersten Quartal 2007 in den Handel kommen und dann rund 299 Dollar kosten. Die Preise für Filme-Downloads betragen zwischen 9,99 und 14,99 Dollar, je nach Aktualität des Streifens. Damit bleibt Apple deutlich unter den Preisen für vergleichbare DVDs, weshalb Experten davon ausgehen, dass der Konzern weniger auf Gewinne aus dem Filmgeschäft spekuliert, sondern vielmehr auf die Erlöse aus dem Verkauf der iTVs.

Jobs hofft mit dem iTV an den Erfolg des MP3-Players iPod anknüpfen zu können, der sich in den letzten Jahren zur regelrechten Geldmaschine für Apple entwickelt hat. Im zweiten Quartal steuerte das Kultgerät rund ein Drittel zum Gesamtumsatz von 4,37 Milliarden Dollar bei. Der iPod ist aber nicht nur Garant für eine solide Bilanz, sondern auch verantwortlich für den phänomenalen Kursverlauf der Apple-Aktie. Seit der Markteinführung des Players 2001 hat sich deren Wert verzehnfacht.

Basisinvestment

Apple strotzt vor Innovationskraft und ist den Konkurrenten zumeist einen kleinen Schritt voraus. Allein schon deshalb sollte der Titel in keinem gut sortierten Depot fehlen. Das 07er-KGV von 28 ist happig, relativiert sich aber angesichts der starken Wachstumsraten. Die bevorstehende Markteinführung des iTV sollte den Kurs weiter beflügeln können.

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| Michel Doepke | 0 Kommentare

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