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Wieder Gerüchte um STADA

Die STADA AG steht heute erneut im Mittelpunkt von Übernahmegerüchten. Unabhängig vom Ausgang: Viele Analysten wähnen STADA auf dem richtigen Weg und raten zum Einstieg.

Die STADA AG steht heute erneut im Mittelpunkt von Übernahmegerüchten. Unabhängig vom Ausgang: Viele Analysten wähnen STADA auf dem richtigen Weg und raten zum Einstieg.

Von Steffen Eidam

Die Aktie der STADA AG gewinnt heute in der Spitze rund drei Prozent hinzu - gegen den negativen Trend im MDAX. Was war passiert?

Presseberichten zufolge, ist der indische Arzneimittelhersteller Wockhardt an einer Übernahme von STADA interessiert. Gerüchte dieser Art sind zwar weder ungewöhnlich noch richtungsweisend, in einem Punkt sind sich die Experten aber einig: STADA ist auf einem guten Weg.

Eine Nummer zu groß?

Einem Bericht des indischen Fachmagazins "Economic Times" zufolge, beabsichtigt das Pharmaunternehmen Wockhardt entweder die kroatische Pliva, deren Tochter AWD Pharma oder STADA zu übernehmen. Obwohl Übernahmegerüchte um STADA mittlerweile schon Tradition haben, kann die Aktie am Morgen gegen den schwachen Markttrend fast drei Prozent zulegen. Die ersten Kommentare von Branchenkennern sorgten dann allerdings für etwas Ernüchterung. Viele halten eine Übernahme für unwahrscheinlich, könnten die Inder den Generika-Krösus doch gar nicht stemmen. Sowohl das kroatische Unternehmen mit etwa einer Milliarde Dollar Umsatz als auch STADA mit Erlösen von 814 Millionen Euro sind deutlich größer als Wockhardt, die es nur auf einen Umsatz von rund 220 Millionen bringen.

Der Analysten Liebling

Für viele Experten bleibt das Unternehmen aus Bad Vilbel mittelfristig ein Übernahmekandidat. So bestätigt Merck Finck die Titel von STADA mit "Buy". Die Experten trauen der Aktie in den kommenden sechs Monaten einen Kurszuwachs von mindestens zehn Prozent zu. Ebenfalls auf "Buy" lautet das Urteil von Merrill Lynch. Nach hervorragenden Halbjahresergebnissen haben die Analysten ihr Kursziel von 30 auf 35 Euro angehoben. Positiv überrascht zeigt man sich insbesondere vom schnellen Wachstum in Frankreich, Italien und Spanien. Den Gewinn je Aktie erwartet man in diesem Jahr bei 1,20 Euro, für die Jahre 2006 und 2007 rechnet man mit einem Anstieg auf 1,40 bzw. 1,70 Euro. Auch für die Analysten der DZ BANK ist die STADA-Aktie ein "Kauf".

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