Nanogate
- DER AKTIONÄR

Wette auf die Zukunft

Nur wenige reinrassige Nanotech-Unternehmen können schwarze Zahlen vorweisen. Nanogate-Chef Ralf Zastrau ist einer der wenigen Glücklichen. Und: Der bisherige Erfolg mit namhaften Referenzkunden stimmt zuversichtlich, dass es Nanogate gelingen wird, weitere großvolumige Projekte an Land zu ziehen.

Nur wenige reinrassige Nanotech-Unternehmen können schwarze Zahlen vorweisen. Nanogate-Chef Ralf Zastrau ist einer der wenigen Glücklichen.

DER AKTIONÄR: Herr Zastrau, worin liegen die Vorteile der Nanogate-Technologie?

RALF ZASTRAU: Nanogate schafft für seine Kunden einen Wettbewerbsvorsprung durch Produktveredelung mit Nanotechnologie. Mit unseren Lösungen sorgen wir schon heute dafür, dass Dieselmotoren zuverlässiger sind, weil Komponenten ultraglatt sind, oder dass Druckmaschinen länger laufen, weil sie keine Druckfarbe mehr annehmen. Auf unserer Technologie basieren Produkte, die beispielsweise den Wasserwiderstand bei Sportbooten um mehr als 30 Prozent reduzieren oder Sportgeräte wie Skier extrem gleitfähig und somit schneller oder drehfreudiger machen.

Gibt es weitere Einsatzgebiete?

Besonders durch die Erschließung sogenannter „Advanced Technologies“ erwarten wir zukünftig erhebliches Wachstum in äußerst attraktiven Volumenmärkten. Ein Beispiel für ein solches Geschäftsfeld ist der Automobil-und Maschinenbau, in dem wir bereits heute mit ersten Produkten in der Serie vertreten sind. Ein weiteres Wachstumsfeld sehen wir in der Möglichkeit, die Fälschungssicherheit von Produkten durch den Einsatz der Nanogate-Technologie deutlich zu erhöhen – ein spannendes Thema mit ersten Erfolgen.

Worin unterscheidet sich Nanogate von anderen Nanotechnologie-Aktien?

Wir haben bereits bewiesen, dass unser Geschäftsmodell in der Praxis funktioniert. Nanogate arbeitet seit 2004 profitabel und verfügt schon jetzt über zahlreiche etablierte Anwendungen in der Serie. Zudem bestehen viele Kooperationen, die uns helfen zukünftig auch international erfolgreich zu wachsen.

Halten Sie die Umsatzschätzungen der Analysten von mehr als elf Millionen Euro im laufenden Jahr für realistisch?

Wir sind gut ins Jahr 2007 gestartet und werden in diesem und im nächsten Jahr kräftig investieren, um das Unternehmen in die nächste Wachstumsphase zu führen. Aus kommerzieller Sicht stehen wir erst am Anfang unserer Branchenentwicklung. Vor diesem Hintergrund und auch aufgrund unserer bisherigen deutlich zweistelligen Wachstumsraten ist die aktuelle Einschätzung der Analysten für mich nachvollziehbar.

Was sind Ihre mittelfristigen Wachstumsziele bis 2010?

Mithilfe der Mittel aus dem IPO werden wir Nanogate auf einen internationalen Wachstumskurs und auf neue Geschäftsfelder ausrichten. Wir agieren in Märkten, welche für uns mittelfristig Umsatzpotenziale im deutlich zweistelligen Millionenbereich bereithalten. Diese Potenziale werden wir vorzugsweise durch Partnerschaften erschließen, die uns einen schnellen Marktzugang ermöglichen. Ich bin zuversichtlich, dass Nanogate seine Herausforderungen meistert und mittelfristig sehr attraktive Renditen erzielen wird.

Mehr als Fantasie

Der bisherige Erfolg mit namhaften Referenzkunden stimmt zuversichtlich, dass es Nanogate gelingen wird, weitere großvolumige Projekte an Land zu ziehen. Der Börsenwert von knapp 59 Millionen Euro scheint angesichts einer Umsatzgröße von 11,5 Millionen Euro im laufenden Jahr zwar ambitioniert, das gewaltige Wachstumspotenzial der noch jungen Technologie eröffnet risikobereiten Anlegern langfristig jedoch überdurchschnittliche Kurschancen.

Kursziel bei Nanogate: 42,00 Euro. Stopp: 25,00 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 12/2007.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Magazin.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema: