Google
- Martin Weiß - stellv. Chefredakteur

Weshalb Google Milliarden scheffelt (und Yahoo den Bach runtergeht)

Google gibt bei der Suche klar den Ton an und verdient sich damit eine goldene Nase. 2012 dürfte es dank Online-Werbung erneut kräftig in der Kasse klingeln - Analysten rechnen mit einem Gewinn von 14 Milliarden Dollar.

Mit einem globalen Marktanteil von 65 Prozent ist die Rollenverteilung bei der Suche klar - Google ist die unangefochtene Nummer Eins. Allein im Juli 2012 wickelte der Suchmaschinenbetreiber 88 Milliarden Suchanfragen ab, 18 Milliarden davon im wichtigen US-Markt. Googles Goldesel ist die bezahlte Suche, bei der die Trefferlisten von Werbelinks flankiert werden. Dank seiner ausgefeilten Such-Algorithmen und dem weltweiten Trend zu "sponsored Links" konnte Google den Jahresgewinn seit 2004 um den Faktor 40 erhöhen.

Der Konkurrenz bleiben nur Krümel

Den Statistikern vom Interactive Advertising Bureau (IAB) zufolge hält das stürmische Wachstum (10 Jahre CAGR: 20,3 Prozent) bei der Online-Werbung an. Für 2012 rechnen die Experten mit einem weiteren Zuwachs im zweistelligen Prozentbereich.

Weshalb Google in diesem Marktumfeld Milliarden scheffelt und sich Yahoo (und alle anderen) mit Krümeln begnügen müssen, zeigt folgende Grafik:

IAB zufolge hat sich die Verteilung der Werbe-Dollars im Internet dramatisch zu Gunsten der Suche verändert. Davon profitierte in erste Linie Google. Im selben Zeitraum haben sich die Umsätze mit klassischen Werbeformen (u.a. Banner) deutlich mehr als halbiert. In dieser Sparte kämpfen viele Firmen um die verbleibenen Budgets, darunter Yahoo, Bing und das AOL-Netzwerk, aber auch Soziale Netzwerke wie Facebook - und natürlich ebenfalls Google.

Aktie mit neuem Rekordhoch

Die Branchentrends bei der Online-Werbung begünstigen weiter klar Google. Das Unternehmen dominiert die weltweite Suche und verbucht deshalb auch die höchsten Gewinne. Daran dürfte sich zumindest kurz- und mittelfristig nichts ändern. Mit einem 2012er-KGV von 16 ist der Titel zudem moderat bewertet. Nach dem Break des alten Rekordhochs ist die Aktie weiter ein Kauf.

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