Berkshire Hathaway (A)
von Norbert Sesselmann - Redakteur

Wer wusste vom Buffett-Deal? Das FBI ermittelt

Die US-Börsenaufsicht SEC hat den Verdacht, dass einige Anleger von der anstehenden Heinz-Übernahmme durch Starinvestor Warren Buffett wussten. Nun ermittelt auch die US-Bundespolizei FBI – es geht um Millionen.

Auffällige Börsengeschäfte kurz vor der Ankündigung der Übernahme von Heinz Ketchup haben auch die US-Bundespolizei FBI auf den Plan gerufen. Sie geht zusammen mit der bereits eingeschalteten US-Börsenaufsicht SEC dem Verdacht nach, dass Anleger vorzeitig Wind von dem Zukauf bekommen hatten und mit Finanzwetten daran verdienen wollten. Derartiger Insiderhandel ist aber verboten.

Strafrechtliche Verfolgung

"Das FBI beratschlagt sich mit der SEC, um zu ergründen, ob ein Verbrechen verübt wurde", erklärte ein Polizeisprecher am Dienstag gegenüber der New York Times. Damit droht den bislang unbekannten Anlegern nun auch die strafrechtliche Verfolgung.

Viele Finanzwetten ein Tag zuvor

Starinvestor Warren Buffett hatte zusammen mit dem Finanzinvestor 3G Capital am Donnerstag seinen Plan verkündet, den amerikanischen Ketchup-König H.J. Heinz für 23 Milliarden Dollar zu schlucken. Daraufhin war die Aktie in die Höhe geschossen. Bei einer Überprüfung stellte die SEC fest, dass die besagten Anleger just am Tag zuvor ungewöhnlich viele Finanzwetten auf steigende Kurse abgeschlossen hatten.

Spuren führen in die Schweiz 

An das Geld kommen die Verdächtigen derzeit allerdings nicht heran. Die SEC hatte am Freitag mit einem Eilbeschluss das Vermögen auf dem Konto einfrieren lassen, über das die auffälligen Börsengeschäfte liefen. Dort liegen nun unrealisierte Gewinne von 1,7 Millionen Dollar. Weil die Transaktionen jedoch über Zürich abgewickelt wurden, konnten die Besitzer des Kontos bislang nicht festgestellt werden.

Berkshire ist kaufenswert

Die Ermittlungen dürften sich als sehr schwer herausstellen. Bei einem solchen Deal wissen etliche Anwälte, Banker und natürlich das Management von Heinz Bescheid. Anleger brauchen dieser Nachricht keine großartige Beachtung schenken. Das Konglomerat von Warren Buffett, Berkshire Hathaway, bleibt ein Basisinvestment. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis liegt bei rund 1,2. Der Buchwert entspricht in etwa dem Eigenkapital eines Unternehmens. Diese Kennzahl kommt dem wahren Wert schon recht nahe. Er lässt sich - anders als Gewinnkennziffern - kaum frisieren. Obwohl die Aktie von Berkshire zuletzt deutlich im Kurs gestiegen, bleibt sie kaufenswert.

mit Material von dpa-AFX

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