WCM
- Thomas Bergmann - Redakteur

WCM-Gewinn explodiert - Aktie fällt

Der Immobilienkonzern WCM ist in den ersten drei Quartalen 2016 weiter stark gewachsen. Immobilienvermögen, Mieten, Gewinn - alles konnte massiv gesteigert werden. Zudem hat Konzernchef Stavros Efremidis die Ausschüttung einer Dividende bekräftigt. An der Börse reichen diese Aussagen nicht. Die Aktie gehört neben Borussia Dortmund zu den stärksten Verlierern im SDAX.

Vervielfachung von Mieteinnahmen und FFO

Die Mieteinnahmen stiegen im Jahresvergleich von 6,0 auf 23,8 Millionen Euro, die Funds from Operations erhöhten sich von 4,6 auf 12,9 Millionen Euro. Der EPRA Net Asset Value lag mit 338,3 Millionen Euro respektive 2,56 Euro je Aktie lagen ebenfalls deutlich höher.

Nachdem nach neun Monaten das Gesamtjahresziel 2016 von WCM bereits deutlich übertroffen wurde, bestätigt der Vorstand die Prognosen zu FFO und Dividende 2016. Demnach soll der FFO in einer Spannbreite zwischen 18 und 21 Millionen Euro liegen, zugleich wird unverändert die Zahlung einer Dividende für das Geschäftsjahr angestrebt.

Nach dem Bilanzstichtag erwarb WCM weitere Immobilien, die den NAV weiter nach oben treiben. Auf pro forma Basis soll der NAV je Aktie bei 2,85 Euro liegen und damit deutlich über dem aktuellen Kurs.

Zufriedener Vorstand

"Wir sind mit dem Verlauf der ersten neun Monate 2016 sehr zufrieden", so der Konzernchef. "Wir konnten WCM weiter zu einem der leistungsstärksten börsennotierten Bestandshalter von Gewerbeimmobilien ausbauen. Unser Portfolio und unsere Ertragskraft haben sich positiv entwickelt und wir haben erneut mehrere wertsteigernde Transaktionen durchgeführt. Diesen Weg werden wir konsequent fortsetzen", blickt Efremidis kämpferisch nach vorn.

Schwaches Feedback

Die Aktie reagiert mit Abschlägen auf die Q3-Zahlen. Offensichtlich hatten die Investoren mehr erwartet. Fundamental betrachtet ist WCM aber keineswegs zu teuer. Im Gegenteil: Mit einem Abschlag von rund neun Prozent auf den 2016er-KGV hat das Papier noch gut Luft nach oben. Oddo Seydler sieht den fairen Wert bei 3,45 Euro. Die Wahrheit wird wie immer in der Mitte liegen.

 


 

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