S+P 500
- Thorsten Küfner - Redakteur

Was steigt bei Zinserhöhungen?

Nun ist sie also amtlich, die erste Zinsanhebung der US-Notenbank seit dem Jahre 2006. Die Märkte reagierten gelassen auf die Anhebung des Leitzinses. Kein Wunder, denn laut einer Studie der Fondsgesellschaft Source haben sich die globalen Aktienmärkte auch in den vergangenen Zinsanhebungszyklen der Fed stark entwickelt.

So legten die Aktienmärkte im Zuge der geldpolitischen Straffung dennoch um durchschnittlich 9,6 Prozent pro Jahr zu. Bei Staatsanleihen waren es indes 4,0 Prozent. Der US-Dollar konnte hingegen nur leicht von den höheren Zinsen profitieren. Der USD-Index legte in diesem Zeitraum in Durchschnitt nur um 2,2 Prozent zu. Der große Gewinner war oftmals der Rohstoffsektor, dieser verteuerte sich sogar um satte 18,0 Prozent.

Nur in zwei von 16 Erhöhungszyklen fielen Aktien
Source-Stratege Paul Jackson betonte: „Unsere Analysen zeigen, dass die Anleger seit Mitte der 1930er Jahre nur in zwei von 16 Zinserhöhungszyklen mit einem Investment in den S&P 500-Index Geld verloren haben. Es ist also eine Fehleinschätzung, dass ein Zinsschritt notwendigerweise eine schlechte Nachricht für die Märkte ist und dass die Volatilität in derartigen Zyklen unbedingt ansteigt. Unsere Untersuchung ergibt vielmehr, dass die Marktrenditen in Phasen einer geldpolitischen Straffung durch die Fed positiv sind und die Volatilität über diverse Anlageklassen und Indizes hinweg abnimmt.“

Ruhe bewahren

Auch wenn die Vergangenheit natürlich nicht immer eins zu eins auf die Zukunft projiziert werden kann, zeigt die Studie, dass für Anleger angesichts des kleinen Zinsschrittes der Fed kein Anlass zur Panik besteht. Zumal sich das Zinsniveau in den USA immer noch auf sehr niedrigem Niveau befindet – und wohl auch längere Zeit relativ niedrig bleiben wird. Zudem verharren die Zinsen in der Eurozone dank Mario Draghis QE-Programm wohl noch bis mindestens 2017 nahe der Nulllinie.

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  • Margin Call -
    An Aktien wird wohl kein Weg vorbeiführen. Es ist eine Binsenweisheit: Gerät die Wirtschaft ins Stocken, bleiben die Zinsen niedrig. Läuft die Wirtschaft gut, wird auch bei moderat steigenden Zinsen gut verdient. Es geht hier ja derzeit nicht um Überhitzungstendenzen, sondern darum, die Märkte zu "entwöhnen".

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