Berkshire Hathaway A
- Norbert Sesselmann - Redakteur

Warren Buffett scheitert mit Milliarden-Übernahme

Der US-Starinvestor Warren Buffett hat im vergangenen Jahr versucht, den Börsenbetreiber NYSE Euronext zu kaufen. Die Übernahme scheiterte. Das Angebot war zu niedrig.

Warren Buffett hat mit seinen Spekulationsgeschäften und Firmenübernahmen ein Vermögen an der Wall Street verdient. US-Medienberichten zufolge hätte er nun um ein Haar den Börsenbetreiber NYSE Euronext gekauft. Buffett ist bereits bei großen US-Banken als Anteilseigner an Bord und verfügt über eine prall gefüllte Kriegskasse.

Angebot zu niedrig

Der US-Wirtschaftssender CNBC und die "New York Times" berichteten am Montag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen, dass Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway im späten November mit einem Vorschlag an die NYSE Euronext herangetreten sei. Der genannte Preis habe allerdings unter dem gelegen, den die US-Rohstoffbörse IntercontinentalExchange (ICE) nun biete, hieß es. Die ICE legte im Dezember ein offizielles Kaufangebot über 8,2 Milliarden Dollar (6,1 Milliarden Euro) vor. Der NYSE-Verwaltungsrat unterstützt die Offerte.

Basisinvestment

Warren Buffett hat zuletzt im großen Stil eigene Aktien zurückgekauft. Offenbar war Buffett davon überzeugt, dass Aktien seiner Firma günstig zu haben sind. Aktuell ist Berkshire an der Börse kaum höher als der Buchwert bewertet. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis liegt bei rund 1,2. Der Buchwert entspricht in etwa dem Eigenkapital eines Unternehmens. Diese Kennzahl kommt dem wahren Wert schon recht nahe. Er lässt sich - anders als Gewinnkennziffern - kaum frisieren. Obwohl die Aktie von Berkshire zuletzt deutlich im Kurs gestiegen, bleibt sie kaufenswert.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema: