IBM
- Norbert Sesselmann - Redakteur

Warren Buffett guckt hier genau hin

Wie gut hat IBM im dritten Quartal verdient? Die Antwort auf diese Frage erhalten Anleger heute nach US-Börsenschluss. Auch Warren Buffett wird den Geschäftsbericht intensiv studieren. Die Investmentlegende ist im großen Stil bei „Big Blue“ eingestiegen. Ein Deal, der vor einem Jahr für großes Aufsehen gesorgt hat.

Der weltweit führende IT-Servicedienstleister IBM wird heute nach Börsenschluss in den USA seine Zahlen für das vergangene dritte Quartal 2012 vorlegen. Die Analysten von Jefferies rechnen damit, dass sich vor allem das Softwaregeschäft stark entwickelt hat. Im Schnitt rechnen die Experten mit einem Quartalsumsatz von 25,4 Milliarden Dollar bei einem Gewinn von 3,61 Dollar je Aktie.

Legende kauft Legende

Im letzten Jahren haben sich viele Anleger verwundert die Augen gerieben, als Investment-Guru Warren Buffett seinen Einsteig beim Computerkonzern IBM bekannt gab. Die Überraschung war vor allem groß, weil die Kombination Technik und Warren Buffett bis dato als unvorstellbar galt. Das „Orakel aus Omaha" hatte stets betont, er investiere nur in Unternehmen, deren Geschäft er auch verstehe. Zu seinen Beteiligungen zählen daher leicht verständliche Branchen wie der Getränkehersteller Coca-Cola, der Versicherer Munich Re oder der Finanzdienstleister Wells Fargo - aber kein Technologie-Unternehmen. Die Geschäftsentwicklung der Tech-Branche sah Warren Buffett immer als schwer prognostizierbar an. Deshalb hat er auch die Finger von derartigen Investitionen gelassen.

Einmal IBM, immer IBM

Warren Buffett habe jedoch die Geschäftsberichte von IBM gelesen und seine Meinung über Investitionen in der Branche geändert. „IBM halte die Bestandskunden bei der Stange und wachse gleichzeitig auf der ganzen Welt", begründete das Orakel seine Entscheidung. Dickes Lob gab es für das Management, das selbst in der Wirtschaftskrise noch für ordentliche Gewinne gesorgt hatte. „Sie haben einen tollen Job gemacht", so Buffett.

Hervorragende Zukunftsaussichten

Es sind vor allem die guten Zukunftsaussichten, die für eine Investition in „Big Blue" sprechen. Der Gewinn je Aktie dürfte bis 2015 auf 20 Dollar steigen (2011: 13 Dollar). Das soll vor allem durch die Fokussierung auf vier Schlüsselmärkte erreicht werden: Cloud Computing, Datenveredelung (Business Analytics), Initiativen zu Smarter Planet und das Wachstum in den Schwellenländern. Derzeit leisten die BRIC-Staaten einen Anteil von 20 Prozent am Gesamtumsatz. Der Umsatzanteil soll bis 2015 auf 30 Prozent steigen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird auch die eine oder andere Übernahme anstehen. Vor diesem Hintergrund bekräftigt DER AKTONÄR seine Kaufempfehlung für die Aktie.

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