AUSTRIA EMAIL AG
- DER AKTIONÄR

Warme Dusche

Der Boom bei den Erneuerbaren Energien beschert vielen Unternehmen aus der Solar, Biomasse- oder Biogas- Branche riesige Geschäfte und den entsprechenden Aktienkursen hohe Gewinne. Vergessen werden dabei jedoch häufig die nachgelagerten Branchen. Dank dieser Tatsache ist die in der Steiermark ansässige Austria Email AG noch ein verborgenes Öko-Schnäppchen.

Die Öko-Welle sorgt beim Heizungssystemanbieter Austria Email für eine Sonderkonjunktur. Die Aktie ist noch ein echter Geheimtipp.

Der Boom bei den Erneuerbaren Energien beschert vielen Unternehmen aus der Solar, Biomasse- oder Biogas- Branche riesige Geschäfte und den entsprechenden Aktienkursen hohe Gewinne. Vergessen werden dabei jedoch häufig die nachgelagerten Branchen. Dank dieser Tatsache ist die in der Steiermark ansässige Austria Email AG noch ein verborgenes Öko-Schnäppchen.

Wachstumsschub

Das im österreichischen Knittelfeld beheimatete Unternehmen hat sich auf die Emailletechnologie spezialisiert und stellt hochwertige Warmwasserbereiter her. Die Produktpalette umfasst Elektro- Wassererwärmer, Solarsysteme, Speicher zur teilsolaren Raumheizung oder Fernwärmespeicher. Ein klassisches Old- Economy-Unternehmen also, das mit auf Erneuerbare Energien zugeschnittenen Produkten jedoch sein Wachstumstempo verschärft. Im Geschäftsjahr 2006 kletterte der Umsatz um 28 Prozent auf 64,4 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss stieg dabei um satte 67 Prozent auf 3,8 Millionen Euro oder 0,90 Euro je Aktie, sodass Austria Email 0,45 Euro als Dividende ausschütten konnte.

Profiteur des Umwelt-Trends

Der Fokus auf Öko-Energien hat sich gelohnt. Der Umsatzanteil dieser Produkte hat sich von 32 auf 40 Prozent erhöht. Der Clou dabei: Im Vergleich zu konventionellen Heizungsanlagen brauchen Systeme für Erneuerbare Energie mehr Speicher, die Wertschöpfung ist daher etwa dreimal so hoch. Somit kann Austria Email entsprechend höhere Preise und Margen realisieren. Für das laufende Jahr übt sich das Austria-Email-Management in Zurückhaltung und rechnet mit einem Umsatzplus von lediglich acht Prozent. Im ersten Quartal 2007 schnitten die Knittelfelder jedoch bereits um 14 Prozent besser ab als im Vorjahr. DER AKTIONÄR rechnet 2007 daher mit rund 73 Millionen Euro Umsatz und einem Gewinn von 4,5 Millionen Euro oder 1,07 Euro je Aktie. Wenn Austria Email die 50-prozentige Ausschüttungsquote aus dem Jahr 2006 beibehält, wäre für 2007 einen Dividende von über 0,50 Euro möglich.

Öko-Geheimtipp

Der Einstieg der österreichischen Mittelstandsholding Unternehmens Invest AG, die ein Paket von 61 Prozent besitzt, ist ein Beleg für die hohe Unternehmensqualität. Mit dem finanzkräftigen Großaktionär im Hintergrund dürfte Austria Email künftig noch stärker vom Boom bei Heizungen mit Erneuerbaren Energien profitieren und die Erschließung neuer Märkte wie Frankreich und Osteuropa forcieren. Dank des günstigen 2007er-KGVs von 8, attraktiven Wachstumschancen durch die Öko-Welle und 5,5 Prozent Dividendenrendite könnte Austria Email für eine „warme Gelddusche“ im Depot sorgen. Da die Aktie im Segment other listings.at der Wiener Börse notiert ist, wird sie in Wien nur in einer einmaligen täglichen Auktion gehandelt. Ein Kauf sollte daher nur mit Limit erfolgen – das gilt auch für den Handelsplatz Berlin, wo der Wert fortlaufend notiert wird.

Kursziel bei Austria Email: 16,00 Euro. Stopp: 6,20 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 31/2007.

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