Disney
- Andreas Deutsch - Redakteur

Walt Disney: Großes Kino

Die Zahlen waren schlecht, doch das kümmerte am Ende niemanden mehr. Walt Disney hat die Anleger mit der Ankündigung einer neuen „Star Wars“-Trilogie begeistert. Auch gibt es eine Breitseite gegen Netflix. Die Aktie dreht ins Plus.

Disney will die „Star Wars“- Cashcow weiter melken. Der Konzern will drei weitere der Erfolgsreihe in die Kinos bringen. Wann ist noch nicht klar, allerdings steht mit Rian Johnson der Regisseur schon fest. Laut der Disney-Tochter Lucasfilm soll die Trilogie unabhängig von der Skywalker-Saga sein und komplett neue Charaktere vorstellen.

Die nächste gute Nachricht betrifft den neuen Streaming-Dienst: „Ich kann sagen, dass es unser Plan ist, den Dienst günstiger zu machen als Netflix“, sagte Disney-CEO Bob Iger am Donnerstag. Disney will 2019 einen eigenen Streaming-Dienst starten.

Die Aussagen kamen an der Börse gut an, die Aktie drehte ins Plus. Zuvor hatte Iger schwächer als erwartete ausgefallene Quartalszahlen präsentiert. Der Umsatz fiel im Jahresvergleich um drei Prozent auf 12,8 Milliarden Dollar. Der Überschuss sank um ein Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar. Sorgenkind bleibt der Sportsender ESPN.

Disney bleibt ein Kauf

Disney legt mit dem Streaming-Angebot die Basis für eine erfolgreiche Zukunft in einer Welt, in der die Nutzen nach eigenem Gusto Filme und Serien schauen möchten. Content hat Disney ohne Ende, die Datenbank ist zum Bersten gefüllt. Gelingt die Übernahme der Fox-Assets, würde Disney zum ultimativen Entertainment-Konzern, der die Branche in Angst und Schrecken versetzen würde. DER AKTIONÄR bleibt dabei: Disney ist auf dem aktuellen Niveau ein Kauf.

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  • Peter Janka -
    Mit der Ankündigung eine neue Star Wars-Trilogie zu produzieren und einen eigenen Streamingdienst zu gründen, versucht Disney von den schlechten Quartalszahlen abzulenken. Ob diese beiden Ankündigungen die zukünftigen Heilsbringer und Cashcows werden, da habe ich meine Zweifel. Bei den Star Wars Trilogien wird versucht das Pferd so lange zu reiten bis es tot ist. Das kann schneller kommen als es den Verantwortlichen von Disney lieb ist. Die Kampfansage an Netflix könnte noch verherrender werden. Die Kosten für den Aufbau und den Betrieb eines Streamingdienstes sind erheblich. Zudem ist der Markt in vielen Teilen der Erde praktisch verteilt. Neben der eigenen Kannibalisierung mit den Disney-TV-Kanälen wird es der Konzern schwer haben, hier Gewinne zu erzielen. Ich teile deshalb nicht die Einschätzung des Redakteurs Andreas Deutsch.

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| Andreas Deutsch | 0 Kommentare

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