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Wall Street schließt gut behauptet - Fed-Protokoll stützt

Die US-Börsen haben nach Veröffentlichung von Details über die jüngste Fed-Sitzung ihre anfänglichen Kursverluste verringert und tendierten zum Handelsschluss gut behauptet. Die US-Notenbank rechnet mit einer sinkenden Inflation angesichts nachlassender Wachstumsdynamik. Somit dürfte die Zinspause anhalten. Der Ölpreis fiel zwischenzeitlich unter die Marke von 70 Dollar. Der Bankensektor geriet unter Druck.

Die US-Börsen haben nach Veröffentlichung von Details über die jüngste Fed-Sitzung ihre anfänglichen Kursverluste verringert und tendierten zum Handelsschluss gut behauptet. Die US-Notenbank rechnet mit einer sinkenden Inflation angesichts nachlassender Wachstumsdynamik. Somit dürfte die Zinspause anhalten. Der Ölpreis fiel zwischenzeitlich unter die Marke von 70 Dollar. Der Bankensektor geriet unter Druck.

Marktdaten und Konjunktur

Der Dow Jones stieg am Dienstag zum Ende der Sitzung um 0,2 Prozent auf 11.370 Punkte Der breiter gefasste S&P-500 kletterte um 0,2 Prozent auf 1.304 Zähler. Der Nasdaq-Index verzeichnete ein Plus von 0,5 Prozent auf 2.172 Punkte.

Zu Beginn des Handels an der Wall Street hatte zunächst das überraschend schwache US-Verbrauchervertrauen zu Abschlägen geführt hatte. Wie der Conference Board berichtete, fiel der Index des Verbrauchervertrauens auf 99,6 und damit auf das niedrigste Niveau seit Herbst 2005. Volkswirte im Vorfeld mit einem Stand von 102,0 gerechnet. Belastend habe die Kombination von ungünstigen Perspektiven für den Unternehmensbereich und für den Arbeitsmarkt gewirkt, hieß es. Anleger interpretierten dies nach den jüngsten Schwächezeichen des Immobilienmarkts als neuestes Signal, dass die Rezessionsgefahr in den USA wächst.

Im weiteren Handelsverlauf zeigte sich dann das Fed-Protokoll als Kursstütze für die Wall Street. Mit einer Zinspause sahen die Mitglieder des US-Offenmarktausschuss die Möglichkeit, vor Entscheidungen über den weiteren Kurs der Geldpolitik zusätzliche Informationen zu sammeln und die Daten eingehend zu studieren. Ein Aussetzen der Zinserhöhungen stellte aus der Sicht der US-Währungshüter nur ein "begrenztes Risiko" dar. Ferner erklärten die Sitzungsteilnehmer, dass sich die Konjunkturabschwächung im zweiten Quartal im Rahmen der Erwartungen bewege.

Einzelwerte

Wichtige Ölaktien gehörten am Dienstag zu den Verlieren auf dem Kurszettel, obwohl sich die vom Tropensturm "Ernesto" ausgehende Gefahr für die Ölförderung verringert hatte. Aktien von Exxon Mobil gaben um 1,0 Prozent auf 69,41 Dollar ab. Die Papiere von Chevron verbilligten sich um 0,6 Prozent 65,74 Dollar. Die Titel von BP verloren 1,5 Prozent auf 67,30 Dollar. Gegen das Unternehmen wird seitens der US-Regierung wegen des Verdachts der Ölpreismanipulation ermittelt.

Aktien von Boeing fielen um 1,3 Prozent auf 73,78 Dollar und waren damit der schwächste Wert im Dow. Das Unternehmen plant ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu 3 Milliarden Dollar.

Sehr schwach zeigten sich die Bankenwerte. Papiere von Lehman Brothers verloren 3,0 Prozent auf 62,48 Dollar, Bear Stearns reduzierten sich um 3,0 Prozent auf 129,85 Dollar und Morgan Stanley verbilligten sich 1,9 Prozent auf 65,64 Dollar. Das Investmenthaus Punk Ziegel hatte die Titel aufgrund der hohen Bewertung und den zunehmenden Risikoprofilen heruntergestuft.

Dagegen legten Aktien von Reliance Steel & Aluminium um 10 Prozent auf 33,26 Dollar zu, nachdem Goldman Sachs den Wert auf "Buy" von "Neutral" heraufgestuft hatte.

Nikkei im Minus

Die Aktienkurse in Tokio tendierten am Mittwoch trotz guter Vorgaben von der Wall Street leichter. Der Nikkei-225 verlor zum Schluss rund 19 auf 15,872 Punkte. Über weite Strecken hatte sich der Index im Plus bewegt, nachdem der Ölpreis unter 70 Dollar je Barrel gesunken war. Beobachter machten Gewinnmitnahmen für die Kursabschläge im weiteren Handelsverlauf verantwortlich.

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| Stefan Sommer | 0 Kommentare

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