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Wall Street im Aufwind

Die US-Aktienmärkte haben am Donnerstag nach anfänglichen Verlusten die ersten Kursgewinne in dieser Woche verbucht. Der Aufwärtstrend wurde beflügelt von Daten, die auf eine sich abschwächenden Konjunktur deuten. Dies nährt bei Marktteilnehmern die Hoffnung, dass die Fed in der nächsten Woche keine weiteren Zinserhöhungen vornehmen wird. Solide Quartalszahlen wichtiger Blue Chips sorgten für zusätzlichen Rückenwind.

Die US-Aktienmärkte haben am Donnerstag nach anfänglichen Verlusten die ersten Kursgewinne in dieser Woche verbucht.

Der Aufwärtstrend wurde beflügelt von Daten, die auf eine sich abschwächenden Konjunktur deuten. Dies nährt bei Marktteilnehmern die Hoffnung, dass die Fed in der nächsten Woche keine weiteren Zinserhöhungen vornehmen wird. Solide Quartalszahlen wichtiger Blue Chips sorgten für zusätzlichen Rückenwind. Ein wichtiges Signal für den weiteren Verlauf an der Wall Street werden die mit Spannung erwarteten Daten des US-Arbeitsmarktberichtes am Freitag liefern.

Überblick

Der Dow Jones kletterte zum Handelsschluss um 0,4 Prozent auf 11.242 Punkte. Der S&P-500 gewann 0,1 Prozent auf 1.280 Zähler und der Nasdaq legte um 0,7 Prozent auf 2.092 Punkte zu. "Die Unternehmenszahlen haben den Ton angegeben", sagte Tim Heekin von der Bank Thomas Weisel Partners, gegenüber der Financial Times Deutschland. "Allerdings sind Zweifel an der Tragfähigkeit dieser Rallye angebracht."

Procter & Gamble erhöhte seinen Gewinn im vierten Quartal im Vorjahresvergleich um 36 Prozent. Eine Reihe erfolgreicher Produkteinführungen hatte das Geschäft des Konsumgüterkonzerns angekurbelt.

Der Medienkonzern Time Warner hat die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft. Gleichzeitig meldete der Vorstand, die Konzerntochter AOL werde ihre Abonnentendienste künftig kostenlos anbieten. Zudem plant AOL, 5000 seiner weltweit 19.000 Stellen innerhalb der nächsten sechs Monate zu streichen. Time-Warner-Aktien gaben im regulären Handel 0,1 Prozent auf 16,65 Dollar nach und fielen nachbörslich auf 16,48 Dollar.

Ford hat seine Quartalsbilanz korrigieren müssen und weist nun einen Verlust aus, der mehr als doppelt so hoch ausfiel wie zunächst angenommen. Die Aktien verloren bis zum Handelsende 1,4 Prozent auf 6,86 Dollar.

Verlierer

Auf der Verliererseite standen auch Aktien von Sprint-Nextel. Der Kurs brach streckenweise um 14 Prozent ein, nachdem der Quartalsgewinn des Mobilfunkkonzerns deutlich gefallen war. Die Fusion von Sprint und Nextel erzielte auch nicht das erhoffte Umsatzwachstum.

Mit den Papieren von Starbucks ging es ebenfalls in den Keller: Die Titel brachen am Donnerstag in der Spitze um 14 Prozent im Kurs ein und schlossen bei 30,64 Dollar 8,1 Prozent niedriger. Auslöser für den Kursrutsch: Die Umsätze des Kaffeerösters waren im abgelaufenen Quartal unter den Erwartungen geblieben, zudem kündigte der Konzern höhere Ausgaben für weitere Neueröffnungen an.

Tokio

Knapp behauptet zeigten sich die Kurse an der Börse in Tokio am Freitag. Der Nikkei gewann zum Handelsschluss bei recht geringen Umsätzen rund 0,2 Prozent auf 15.499 Punkte. Vor allem ausländische Investoren haben sich im Vorfeld der Zinsentscheidung der US-Notenbank in der kommenden Woche zurückgehalten, so ein Marktteilnehmer. Vereinzelt kam es vor dem Hintergrund guter Unternehmenszahlen zu Gelegenheitskäufen. Mit Spannung werden auch in Japan die US-Arbeitsmarktdaten für Juli gewartet.

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