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Wall Street: Subprime-Krise belastet

Die Krise der Subprime Lenders dauert an und hat am Dienstag die Aktienkurse an der Wall Street kräftig nachgeben lassen. Der Dow Jones verlor zum Schluss der Sitzung 2,0 Prozent auf 12.076 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 fiel 2,0 Prozent auf 1.378 Zähler und der Nasdaq-Composite gab 2,2 Prozent auf 2.351 Punkte ab. Unter Druck standen vor allem die Titel der Finanzbranche.

Die Krise der Subprime Lenders dauert an und hat am Dienstag die Aktienkurse an der Wall Street kräftig nachgeben lassen. Der Dow Jones verlor zum Schluss der Sitzung 2,0 Prozent auf 12.076 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 fiel 2,0 Prozent auf 1.378 Zähler und der Nasdaq-Composite gab 2,2 Prozent auf 2.351 Punkte ab. Unter Druck standen vor allem die Titel der Finanzbranche.

Märkte und Konjunktur

Neue Daten des Branchenverbandes Mortgage Bankers Association (MBA) bestätigten die Schwierigkeiten dieser auf Risikodarlehen spezialisierten Hypothekenbanken. Zuvor hatte mit Accredited Home Lenders Holding ein weitere Firma der Branche Liquiditätsprobleme eingeräumt, nachdem am Montag New Century Financial von Schwierigkeiten berichtet hatte. Gegen New Century Financial ermittelt nunmehr die US-Börsenaufsicht SEC. Zudem hat die New York Stock Exchange die Börsennotierung des Unternehmens aufgehoben. Die Aktien von New Century werden nur noch im Freiverkehr gehandelt. Neben den Problemen der Hypothekenbanken drückten enttäuschende Daten zu den Einzelhandelsumsätzen auf die Stimmung. Im Februar waren die Umsätze des US-Einzelhandels weniger stark als erwartet gestiegen.

Einzelwerte

Bei den Investmentbanken geht die Angst um, dass die Zunahme notleidender Kredite nicht auf das Hypothekengeschäft beschränkt bleiben könnte, sondern auch andere Bereiche stärker von Kreditausfällen betroffen sein könnten, hieß es von Marktbeobachtern. Viele der großen Investmentbanken sind wichtige Geldgeber der Hypothekenbanken. So verloren Aktien der Citigroup 3,2 auf 48,75 Dollar. Hier belastete zusätzlich, dass die Investmentbank ihr Übernahmeangebot für die japanische Nikko Cordial aufgestockt hat. Papiere von Goldman Sachs gaben 1,8 Prozent auf 199,03 Dollar nach, obwohl die Bank einen überzeugenden Quartalsbericht vorgelegt hatte.

Texas Instruments verbilligten sich 2,6 Prozent auf 31,74 Dollar. Das Unternehmen rechnet für das erste Quartal nun mit einem Ergebnis je Aktie von 0,29 bis 0,33 Dollar bei einem Umsatz von 3,07 Milliarden bis 3,22 Milliarden Dollar. Analysten kalkulieren im Schnitt mit einem Ergebnis je Aktie von 0,31 Dollar bei einem Umsatz von 3,15 Milliarden Dollar.

Qualcomm stiegen 4,3 Prozent auf 41,83 Dollar, nachdem die Firma wegen der starken Nachfrage nach Computerchips ihre Prognose für das zweite Geschäftsquartal erhöht hatte. Google gaben 2,6 Prozent auf 443,03 Dollar ab. Zuvor hatte Viacom den Betreiber der Internetsuchmaschine und seine Tochter YouTube wegen Urheberrechtsverletzungen auf 1,0 Milliarden Dollar Schadenersatz verklagt. Viacom verloren 0,1 Prozent auf 39,50 Dollar.

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