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Wall Street: Fed stoppt Zinserhöhungen

Der Leitzins bleibt bei 5,25 Prozent. Dies beschloss der amerikanische Offenmarktausschuss am Dienstag auf seiner Sitzung. Begründet wurde der Schritt mit einer Abkühlung der Konjunktur. Anleger befürchteten angesichts der zunehmenden Inflation, dass die Fed zu ihrer Politik der Zinserhöhungen zurückkehren könnte. Nach Bekanntgabe der Wirtschafts- und Konjunkturdaten verlor der Dow Jones 0,4 Prozent auf 11.173 Punkte.

Der Leitzins bleibt bei 5,25 Prozent. Dies beschloss der amerikanische Offenmarktausschuss am Dienstag auf seiner Sitzung.

Begründet wurde der Schritt mit einer Abkühlung der Konjunktur. Anleger befürchteten angesichts der zunehmenden Inflation, dass die Fed zu ihrer Politik der Zinserhöhungen zurückkehren könnte. Der Handel an der Wall Street stand ganz im Zeichen der Sitzung der amerikanischen Notenbank. Die Fed hatte ihren Leitzins zuletzt 17. Mal in Folge um insgesamt 4,25 Prozentpunkte angehoben. Der Beschluss, jetzt eine Zinspause einzulegen, kam aber wenig überraschend. Wegen verstärkter Anzeichen für eine Konjunkturabkühlung hatten Volkswirte mit dem Ende der Zinsserie gerechnet.

Eine überraschende Entwicklung gab es hingegen am Arbeitsmarkt, wo die Arbeitslosenquote im Juli von 4,6 auf 4,8 Prozent stieg. Damit hatten die Marktteilnehmer nicht gerechnet. Gleichzeitig wurden nur noch 113.000 neue Stellen geschaffen - 30.000 weniger als erwartet. Kaum Entspannung auch an den Ölmärkten: Nach dem deutlichen Preisanstieg des Vortages fiel der Ölpreis nur leicht unter die Marke von 77 Dollar pro Barrel.

Überblick

Nach Bekanntgabe der Wirtschafts- und Konjunkturdaten verlor der Dow Jones 0,4 Prozent auf 11.173 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 gab um 0,3 Prozent auf 1.276 Zähler nach. Der Nasdaq-Index sank um 0,6 Prozent auf 2.061 Punkte.

Einzelwerte

Papiere von Google profitierten von einer Kooperation mit dem Medienkonzern News Corp. Google wird unter anderem für die Community-Seite „Myspace“ die Anzeigen- und Suchfunktion übernehmen. MySpace gilt als eine der am schnellsten wachsenden Websites überhaupt. Google-Aktien gewannen zum Schluss 0,8 Prozent auf 381 Dollar.

Zu den Verlieren gehörte der Titel von Bristol Myers. Das Pharmaunternehmen scheiterte mit dem Versuch, die Einführung einer Generika-Version des Blutverdünners Plavix zu verhindern. Dabei geht es um einen sehr profitablen Sektor, denn gemeinsam mit Sanofi Aventis erzielte Bristol Myers 2005 allein mit diesem Mittel einen Umsatz von rund sechs Milliarden Dollar. Der Titel von Bristol Myers ging nach Bekanntgabe der Meldung mit 21,21 Dollar aus dem Handel, ein Minus von rund 6,9 Prozent.

Tokio

Freundlich tendierten die Aktienkurse am Mittwoch im Tokioter Handel. Der Nikkei-225 gewann 2,05 Prozent auf 15.464,66 Punkte und erholte sich von den deutlichen Vortagesverlusten. Der marktbreitere TOPIX legte 1,47 Prozent auf 1.562,73 Zähler zu. Bei Anlegern waren allen voran Automobil-Titel gefragt. Aktien Toyota und Honda legten jeweils 2,7 Prozent zu.

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