Kirkland Lake Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Wahnsinn! Was für ein Chart! Ist das die neue Kirkland Lake Gold?

Die seit Jahren am besten performende Aktie unter den Goldproduzenten ist sicherlich Kirkland Lake Gold. Der Goldproduzenten hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Cash-Maschine gemausert. Vor allem die Fosterville-Mine in Australien feuert derzeit aus allen Zylindern. Bei Goldfolio liegen wir mit Kirkland Lake über 400 Prozent im Plus. Ist diese Aktie der legitime Nachfolger?

Seit Wochen beziehungsweise fast schon Monaten zeigt eine Aktie eine schier unglaubliche Stärke: Wesdome Gold (WKN A0JC4E). Wesdom hat drei Projekte in Kanada. Im abgelaufenen Jahr hat der Konzern 71.625 Unzen Gold produziert – den Großteil davon auf dem Eagle River Goldprojekt. Aus dem Cashflow werden die Exploration und die Entwicklung von Kiena bezahlt, dem großen Hoffnungsträger des Konzerns. Kiena war eine ehemals produzierende Mine, die 2013 still gelegt worden ist. Doch die Bohrergebnisse, die Wesdome von dem Projekt vorlegen konnte, deuten darauf hin, dass Kiena noch reichlich Potenzial hat.

Heißer Übernahmekandidat?

Wesdome Gold gehört zu den Goldproduzenten mit vergleichsweise hohen Produktionskosten. Die wichtigen All-in Sustaining Costs liegen bei 985 bis 1.040 Dollar je Unze. Hochpreisige Produzenten versprechen von Jeher einen hohen Hebel auf den Goldpreis. Doch sieht man sich den Chart an, dann zeigt sich, dass auch ein niedrigerer Goldpreis dem Kurs nichts anhaben konnte. Woran liegt das? Die Antwort: Wesdome wird in Kanada als heißer Übernahmekandidat gehandelt und dürfte bei einigen Unternehmen ganz oben auf der Wunschliste stehen. Immer wieder wird auch Kirkland Lake als möglicher Käufer ins Spiel gebracht. Dazu sucht auch SSR Mining nach Projekten. Und in dieser Größenordnung sind vor allem zwei Unternehmen interessant. Atlantic Gold und eben Wesdome Gold. Dabei dürfte bei Wesdome Kiena weitaus interessanter sein als Eagle-River.

Als die Story rund um Wesdome im Frühjahr vergangenen Jahres klar wurde und die Aktie allmählich in den Fokus rückte, sind wir mit unserem Börsendienst Goldfolio damals noch zur Kursen von umgerechnet 1,40 Euro eingestiegen. Nach neun Monaten liegen wir mit der Position mehr als 150 Prozent im Plus und haben erste Gewinne mitgenommen. Dennoch: Das Papier hat noch Potenzial. Insbesondere bei einer Übernahme dürfte den Aktionären noch einmal eine Prämie ins Haus stehen.

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