Wacker Chemie
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Wacker Chemie fällt schnell: Deutsche Bank mit "Sell"

Einen Tag nach der Meldung über Kurzarbeit bei Wacker Chemie folgt der nächste Nackenschlag. Die Deutsche Bank hat das Kursziel deutlich gesenkt. Weitere Kursverluste drohen.

Eine schlechte Nachricht kommt selten alleine. Nachdem die Wacke-Chemie-Aktie am Montag einer der Topverlierer auf dem deutschen Kurszettel war, startet das Papier auch am Dienstag schwach. Grund ist eine Abstufung durch die Deutsche Bank von „Hold" auf „Sell". Das Kursziel haben die Analysten von 47 auf 37 Euro gesenkt. Die Experten glauben aufgrund der stark fallenden Siliziumpreise nicht an eine Bodenbildung der Aktie. Auch schwache Umsatzzahlen des Konkurrenten REC aus Norwegen dürften den Sektor zunächst belasten.

Der Spezialchemiekonzern hatte gestern (siehe auch: "Kurzarbeit bei Wacker Chemie") Kurzarbeit für 650 Mitarbeiter beantragt, die in der Produktion von Polysilizium am Standort Burghausen beschäftigt sind. Damit ist ein Drittel der Polysilizium-Belegschaft betroffen.

Extremer Preisverfall

Größtes Problem des Spezialchemiekonzerns ist weiterhin die Schwäche im Geschäft mit Solarsilizium. So ist der Spotmarktpreis für ein Kilo im September weiter auf nur noch 19,60 Dollar zurückgegangen. Seit Jahresbeginn beträgt das Minus 25 Prozent. 2008 notierte der damals knappe Rohstoff für Solarzellen noch bei über 300 Dollar.

Aktie meiden

Die Aktie war "Short der Woche" in der AKTIONÄR-Ausgabe 31/2012. Die mit einem 2013er-KGV von 12 bewertete Aktie sollte weiterhin gemieden werden. Mit dem Unterschreiten der 50-Euro-Marke wurde ein deutliches Verkaufssignal ausgebildet. Sogar das 2009er-Tief wurde gestern unter hohem Handelsvolumen unterschritten

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