Wacker Chemie
von Thomas Bergmann - Redakteur

Wacker Chemie: Nackenschlag für Aktionäre

Die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2011 haben keine Überraschung gebracht. Für Missstimmung unter den Aktionären dürfte hingegen der Dividendenvorschlag sorgen. Der Ausblick für 2012 ist ebenfalls kein Reißer.

Der Spezialchemiekonzern aus dem MDAX hat die Vorabzahlen von Ende Januar weitestgehend bestätigt (hier geht es zur Pressemitteilung). Bei einem Umsatz von 4,91 Milliarden Euro verdiente das Unternehmen 356 Millionen Euro, was einem Einbruch um 28 Prozent entspricht.

Aktionäre bekommen weniger

Die schwache Geschäftsentwicklung bekommen auch die Aktionäre zu spüren. Die Dividende wird von 3,20 Euro auf 2,20 Euro pro Aktie zusammengestrichen. Dies entspricht allerdings immer noch einer Rendite von rund drei Prozent.

Verhaltener Ausblick

Für das Jahr 2012 geht der Konzern von einem leichten Umsatzanstieg auf etwa fünf Milliarden Euro aus. Fallende Preise für Solarsilizium und höhere Rohstoffkosten werden aber dafür sorgen, dass das operative Ergebnis (EBITDA) deutlich unter dem 2011er-Wert liegen wird.

Zurückhaltung üben

Dass die Dividende gekappt wird, ist nach den Entwicklungen der letzten Monate keine große Überraschung. Auch die Tatsache, dass der Ausblick von Wacker Chemie verhalten ausfällt, kommt nicht unerwartet. Trotzdem sollten sich Anleger an andere Aktien halten, die mehr deutlich mehr Potenzial haben.

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

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