Wacker Chemie
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Wacker-Chemie: "Short der Woche" mit neuem Verkaufssignal

Die Aktie der Wacker Chemie AG ist unter eine wichtige charttechnische Marke gefallen. Aus fundamentaler Sicht beunruhigt die Anleger vor allem der Preisrückgang von Solarsilizum.

Nun ist es passiert: Die Aktie der Wacker Chemie AG ist unter die wichtige 50-Euro-Marke gerutscht. Am Montag verliert das Papier weitere 1,4 Prozent auf 49,40 Euro. Größtes Problem des Spezialchemiekonzerns ist weiterhin die Schwäche im Geschäft mit Solarsilizium. So ist der Spotmarktpreis für ein Kilo im September weiter auf nur noch 19,6 Dollar zurückgegangen. Seit Jahresbeginn beträgt das Minus 25 Prozent. 2008 notierte der damals knappe Rohstoff für Solarzellen noch bei über 300 Dollar.

Passend zum Preiseinbruch gab nun der norwegische Hersteller Elkem bekannt, die Produktion von Solar-Silizium vorübergehend still zu legen. Weiter verschärft werden könnte die Lage durch die Politik. Chinesische Polysilizium-Hersteller wie LDK PV Silicon oder China Silicon drängen auf eine Anti-Dumping-Untersuchung gegen europäische Hersteller.

LBBW hat jüngst ihre Verkaufsempfehlung mit einem Kursziel von 45 Euro bestätigt. In nächster Zeit sei kein positiver Nachrichtenfluss zu erwarten.

Aktie verkaufen

Die Aktie war "Short der Woche" in der AKTIONÄR-Ausgabe 31/2012. DER AKTIONÄR rät weiterhin, das mit einem 2013er-KGV von 13 bewertete Papier zu verkaufen. Zumal sich die technische Lage noch verschlechtert hat. Mit dem Unterschreiten der 50-Euro-Marke wurde ein deutliches Verkaufssignal ausgebildet. So tief notierte Wacker Chemie zuletzt im Jahr 2009. Das Papier ist zudem unter die 38- und 90-Tage-Linie gefallen.

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