Muehlbauer
- DER AKTIONÄR

Wachstumsschub in Sicht

Das Sicherheitsbedürfnis steigt weltweit. Daher werden mit RFID-Chips ausgestattete biometrische Pässe mittel- bis langfristig in zahlreichen Staaten die herkömmlichen Ausweise ablösen. Ein großer Profiteur dieses Szenarios ist die Mühlbauer Holding, die maßgeschneiderte Anlagen zur Produktion von Smart Cards und Smart Labels produziert und derzeit in neun ePassport-Projekten involviert ist.

Expertenschätzungen zufolge wird das Volumen des RFID-Marktes von 2,77 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr bis 2016 auf über 23 Milliarden Dollar steigen – grandiose Aussichten für Mühlbauer.

Das Sicherheitsbedürfnis steigt weltweit. Daher werden mit RFID-Chips ausgestattete biometrische Pässe mittel- bis langfristig in zahlreichen Staaten die herkömmlichen Ausweise ablösen. Ein großer Profiteur dieses Szenarios ist die Mühlbauer Holding, die maßgeschneiderte Anlagen zur Produktion von Smart Cards und Smart Labels produziert und derzeit in neun ePassport-Projekten involviert ist. So werden beispielsweise in Slowenien elektronische Reisepässe mit Mühlbauer-Systemen personalisiert.

Der einzige Komplettausrüster

Im Gespräch mit dem AKTIONÄR betonte Finanzvorstand Hubert Forster, dass Mühlbauer im Kerngeschäftsfeld SmartID (Smart Cards und Smart Labels) weltweit der einzige Komplettausrüster sei, was in der Branche einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstelle. Die Zukunftsaussichten des Unternehmens bezeichnete Forster als „hervorragend“, da bislang erst wenige Staaten elektronische Pässe eingeführt haben. Hohes Wachstumspotenzial resultiert laut Forster auch aus den Einsatzmöglichkeiten von RFID-Chips in anderen Bereichen. Beispielsweise lassen sich die Funkchips für fälschungssichere Bank- und Kreditkarten, die kontaktlose Zugangskontrolle und die automatische Überwachung von Warenbeständen verwenden.

In Zukunft will Mühlbauer vor allem organisch wachsen. Kleinere Zukäufe sollen nur dann durchgeführt werden, wenn dadurch die Marktstellung oder die Technologiebasis ausgebaut werden können.

Deutliches Auftragsplus

Der Auftragsbestand zum 30.09.06 kletterte um respektable 25,4 Prozent auf 89,1 Millionen Euro. Diese Entwicklung zeigt, dass sich Mühlbauer auf Wachstumskurs befindet. Für 2007 erwarten Analysten eine Umsatzsteigerung um 24,6 Prozent auf 199,1 Millionen Euro sowie einen Gewinnanstieg von 1,78 auf 2,15 Euro je Aktie.

Jetzt einsteigen!

Bei Mühlbauer ist durch den hohen Bedarf an elektronischen Identifikationsdokumenten und dem steigenden Einsatz der RFID-Technologie ein dynamisches Wachstum zu erwarten. Vor diesem Hintergrund ist der Technologietitel mit einem 2008er-KGV von 13 attraktiv bewertet. Auch charttechnisch sieht es gut aus, denn die Aktie steht kurz vor einem nachhaltigen Ausbruch über die 200-Tage-Linie.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 05/2007.

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