Volkswagen
- Jochen Kauper - Redakteur

VW-Aktie: Von wegen Katerstimmung

In den letzten Handelstagen glänzt die VW-Aktie wieder durch relative Stärke. Die Tochterfirmen Audi und Porsche eilen von Rekord zu Rekord. Wie geht es mit der VW-Aktie weiter?

Rückschlag für Volkswagen. Im Juni hat der Autobauer in den USA 3,2 Prozent weniger Autos verkauft als im Vorjahr. Insgesamt wurden 36.957 Autos an den Mann beziehungsweise an die Frau gebracht. Verkaufsschlager in den USA bleibt der VW Jetta. Das Modell wurde 14.813-mal verkauft, ein Plus von fast 9 Prozent. Beim Golf brach der Absatz hingegen um 36 Prozent auf 2.602 Stück ein. Vom Passat konnte VW mit 10.874 Stück 6 Prozent mehr verkaufen.

Schöne Töchter

Die Volkswagen-Tochter Audi hingegen konnte in den USA weiter Punkten. Im Juni verkaufte der Hersteller von Oberklasse-Fahrzeugen 13.706 Autos, das waren 8,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Es war der 30. Rekordmonat nacheinander. Auch der  Sportwagenbauer Porsche bleibt in den USA auf der Überholspur. Der Absatz legte im Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23 Prozent auf 3.700 Autos zu. Seit Jahresbeginn steht ein Zuwachs von 30 Prozent auf 21.309 Autos zu Buche. Mit Abstand beliebtestes Fahrzeug der Porsche-Flotte in den USA ist der Geländewagen Cayenne.

Wachstumsmarkt

Wenn auch die USA nicht mit China gleichzusetzen sind, so bleiben sie für VW ein wichtiger Absatzmarkt. „In den Jahren 1999 bis 2006 wurden in den USA immer rund 17 Millionen Autos verkauft. Durch die Wirtschaftskrise sind die Absätze auf knapp zehn Millionen Autos eingebrochen. Im Jahr 2012 hat sich der Markt dann wieder aufgerappelt, die Verkäufe sind auf rund 14,5 Millionen Autos geklettert. Hier werden wir sicherlich bald wieder das Vorkrisenniveau erreichen. Darüber hinaus darf man nicht vergessen, dass die Vereinigten Staaten  noch immer eine wachsende Nation sind" sagt Analyst Frank Schwope von der NordLB.

Aktie interessant

DER AKTIONÄR bleibt langfristig von einer positiven Entwicklung der VW-Aktie überzeugt. Die Aktie hat sich in den letzten Tagen wieder aufgerappelt. Von 142 Euro ging es bis knapp über 158 Euro. Hier prallte die Aktie an der 90-Tage-Linie nach unten ab. Zwischen 150 und 155 Euro sollte sich das Papier einpendeln. Bei freundlicher Gesamtmarktstimmung wird ide VW-aktie überproportional zulegen.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Jochen Kauper | 0 Kommentare

Volkswagen-Aktie: Neue Ausrichtung, neues Kursziel

VW will sich einen komplett neuen Anstrich verpassen: Elektroautos, Software-Updates, Verkauf der Autos in Pop-Up Stores oder Online-Verkauf. Vielleicht wird es auch bald bei den Hersteller riesige Rabattaktionen am Black Friday oder Cyber Monday geben.
Die VW-Tochter Audi wird im ersten Quartal … mehr
| Matthias J. Kapfer | 0 Kommentare

Volkswagen: Einfach nur peinlich

Der Autokonzern VW sieht sich nach einem Pflichtrückruf mit Vorermittlungen der Staatsanwaltschaft Braunschweig ausgesetzt. Der größte deutsche Autobauer soll tausende PKWs, die nicht der Serienzulassung entsprachen, verkauft haben. Der VW-Aktie können diese Negativ-Schlagzeilen kaum etwas anhaben, … mehr
| Jochen Kauper | 0 Kommentare

VW-Aktie: Vom Under- zum Outperformer?

Seit 2015 schneiden die Autoaktien schlechter ab als der deutsche Leitindex DAX. Schwer zu sagen, ob sich das in den nächsten Monaten ändern wird. Die Autoindustrie steht nach wie vor vor großen Herausforderungen. Zig Milliarden werden in die Elektromobilität fließen. Einzelne Werke müssen zum Teil … mehr
| Jochen Kauper | 0 Kommentare

VW-Aktie: Totgesagte leben länger

VW setzt auf Elektroautos. Bis 2023 werden VW-Chef Herbert Diess und seine Mannschaft rund 44 Milliarden Euro in Elektroautos und andere Zukunftsthemen wie autonomes Fahren oder Car-Sharing stecken. Zusammen mit SK Innovation will man eine gemeinsame Batterieproduktion hochziehen. Ein wichtiger … mehr