Volkswagen
- Jochen Kauper - Redakteur

VW-Aktie: Megamarkt China macht Probleme

Medienberichten zu Folge kriselt es zwischen VW und seinem chinesischen Joint-Venture Partner FAW. Für VW könnte das zum Problem werden, schließlich verkaufen die Wolfsburger mittlerweile jedes dritte Auto in China. Wie geht es mit der Aktie weiter?

Medienberichten zu Folge kriselt es zwischen dem VW-Konzern und seinem chinesischen Joint Venture-Partner FAW gewaltig. Noch im Frühjahr hatten VW und FAW bekundet, das Gemeinschaftsunternehmen über das Jahr 2016 hinaus fortführen zu wollen. Seitdem sind die Verhandlungen allerdings ins stocken geraten. Grund für die Verzögerung sind mehrere Streitpunkte: So soll FAW Konstruktionspläne für VW-Motoren und -Getriebe gestohlen und mehrere Leute des VW-Konzerns abgeworben haben.

Klärungsbedarf

Unstimmigkeiten gibt es auch über die Verteilung des Gewinns. Zusammen mit seiner Tochter Audi hält der VW-Konzern im Moment 40 Prozent am Joint-Venture mit FAW. Um die entscheidenden Punkte zu klären, schickt VW den AUDI-Manager Jürgen Unser nach China. Das zerrüttete Vertrauensverhältnis stellt für den VW-Konzern eine harte Probe dar, schließlich produzieren die Wolfsburger über eine Million Autos in diesem Jahr mit FAW. Jedes dritte Auto verkauft Volkswagen mittlerweile in China.

Optimismus überwiegt

Auch die VW-Aktie konnte sich dem volatilen Gesamtmarkt nicht entziehen. Im Zuge der DAX-Korrektur ist das Papier mittlerweile bis auf knapp 154 Euro zurück gekommen. Sofern der Gesamtmarkt wieder anzieht, wird das VW-Papier schnell wieder über 165 Euro klettern. Kursziel bleibt die Marke von 180 Euro.

 

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