Volkswagen
- Maximilian Völkl

VW-Aktie: China rettet die Zahlen

Die starken Absatzzahlen in China retten die VW-Bilanz. Trotz der Europakrise stieg die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge im Mai deutlich. Die Wolfsburger gehen außerdem als Sieger aus einer am Freitag vorgestellten Studie über die internationalen Autoproduzenten hervor.

Das gute China-Geschäft hält Volkswagen auf Kurs. Europas größter Autohersteller konnte im Mai die Zahl der verkauften Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent auf 816.500 steigern. Rechnet man die Marke Porsche heraus, die im Vorjahr noch nicht in die Zahlen eingeflossen ist, bleibt ein Zuwachs von fünf Prozent. Die Entwicklung in Westeuropa ist jedoch weiterhin kritisch. Die Entwicklung der weltweiten Märkte bleibt laut Vertriebsvorstand Christian Klingler uneinheitlich und geprägt von den anhaltend wirtschaftlichen Unsicherheiten vor allem in Westeuropa. Besonders die tschechische VW-Tochter Skoda weist mit über sieben Prozent Rückgang ein deutliches Minus bei den Verkäufen aus.

Studiensieger VW - Analyst abwartend

In einer am Freitag veröffentlichten Studie des Zentrums für Automotive Management über die internationalen Autobauer geht VW als Sieger hervor. Die Experten verglichen darin Bereiche wie Absatz, Innovationskraft, Gewinne oder Marktpräsenz. Indes belässt Analyst Max Warburton von Bernstein Research seine Einstufung für VW auf Market-Perform bei einem Kursziel von 170 Euro. Der Experte kritisiert, dass bei VW noch keine ernsthaften Anstrengungen unternommen worden seien, um in China Gemeinschaftsmarken mit dortigen Herstellern zu entwickeln. Die chinesische Regierung versuche jedoch dies vorzuschreiben. Hier seien Konkurrenten wie BMW und Nissan deutlich besser aufgestellt.

Aktie bleibt attraktiv

Nachdem die VW-Aktie im Rahmen der Ausgabe einer Pflichtwandelanleihe unter der Woche unter Druck geraten ist, zeigt der Weg am Freitag wieder nach oben. Das Papier bleibt weiterhin attraktiv, die Lage von VW auf dem Weltmarkt ist nach wie vor stark.

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