Volkswagen
- Marion Schlegel - Redakteurin

VW-Aktie: Chance auf 25 Prozent Kursgewinn

Die Aktie von Volkswagen hat in den vergangenen Tagen deutliche Zugewinne verzeichnen können. Allein am Donnerstag legte das Papier mehr als 3,5 Prozent auf 124,60 Euro zu. Damit ist die VW-Aktie auch über den seit Mitte September ausgebildeten Seitwärtstrend nach oben ausgebrochen. Nach wie ist der Abgasskandal das bestimmende Thema.

Der Audi-Betriebsrat fordert im VW-Abgasskandal eine lückenlose Aufklärung im eigenen Haus, um verloren gegangenes Vertrauen von Belegschaft und Kunden zurückzugewinnen. Die VW-Tochter Audi hatte zuletzt die Installation eines Programms in 3,0-Liter-Motoren eingeräumt, das in den USA als illegale Schummelsoftware gilt. "Jetzt müssen die Gründe für diesen gravierenden Fehler gefunden und beseitigt werden. Das hat oberste Priorität", sagte der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Audi AG, Berthold Huber, laut Mitteilung vom Donnerstag. "Von Arbeitnehmerseite werden wir ganz genau auf die Fortschritte dieser Aufklärung achten", kündigte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Audi AG und Audi, Peter Mosch, an. Gleichzeitig stellten die Arbeitnehmervertreter klar, dass die Beschäftigten nicht Leidtragende der aktuellen Situation und ihrer Folgen sein dürften.

Analysten uneins

Der Abgasskandal ist auch das Thema, das die Analysten spaltet. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für die Volkswagen-Vorzüge auf "Sell" belassen. Auch wenn es so aussieht, dass Volkswagen seine Probleme des Abgas-Skandals in Europa einfacher lösen könne als gedacht, habe der Autobauer diesbezüglich noch einen langen Weg vor sich, schrieb Analyst Stefan Burgstaller in einer Studie vom Freitag. Der jüngste Kursaufschwung sei allein mit den positiven Nachrichten zu weniger komplizierten Problemlösungen nicht zu erklären, mahnte Burgstaller.

Die Privatbank Berenberg hingegen hat das Kursziel für Volkswagen-Vorzugsaktien von 150 auf 160 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Rückruf-Kosten im Abgas-Skandal dürften geringer als befürchtet ausfallen, erklärte Analyst Adam Hull. Der Experte erhöhte seine Gewinnprognosen (EPS) für den Autokonzern der Jahre 2015 bis 2017. Vom aktuellen Kurs von 124,60 Euro bedeutet das Kursziel weiteres Potenzial von rund 25 Prozent.

(Mit Material von dpa-AFX)

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