Volkswagen Vz.
- Jochen Kauper - Redakteur

VW: Wie teuer wird der Abgas-Skandal für den Autobauer in Deutschland?

Im Abgas-Skandal bei Volkswagen ist die Zahl der Schadenersatz-Klagen von Anlegern in Deutschland auf rund 1400 gestiegen. Insgesamt fordern die Kläger etwa 8,2 Milliarden Euro von dem Autobauer, teilte das Landgericht Braunschweig am Mittwoch mit. Die Anleger verlangen einen Ausgleich für die hohen Kursverluste, die sie im Zuge der Affäre um manipulierte Emissionswerte erlitten haben.
Bei den Klagen handele es sich überwiegend um Privatanleger. Hinzu kommen gebündelte Klagen von institutionellen Investoren sowie einer Investmentgesellschaft. In der vergangenen Woche war bekanntgeworden, dass unter anderem die US-Fondsgruppe Blackrock vor Gericht gegen VW vorgehen will. Auch die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Hessen haben wie bereits angekündigt Klage eingereicht. Sie fordern insgesamt 5,8 Millionen Euro von VW. Die USA haben den Autokonzern in Braunschweig auf 30 Millionen Euro Schadenersatz verklagt.

Musterverfahren wird angestrebt
Bei den Vorwürfen geht es darum, ob der Konzern nach dem Ausbruch des Skandals im September 2015 seiner Auskunftspflicht gegenüber Anteilseignern rechtzeitig nachgekommen ist. VW hatte erst Tage nach dem Bekanntwerden der Betrugsvorwürfe über drohende finanzielle Konsequenzen informiert. Die Schadenersatz-Klagen der Kapitalanleger sollen alle gebündelt in Braunschweig verhandelt werden. Hierfür wird ein sogenanntes Musterverfahren vor dem Oberlandesgericht angestrebt, das frühestens im Oktober starten soll.

 

Einsammeln

Sicherlich wird das Diesel-Dilemma den VW-Konzern noch einige Monate oder vielleicht sogar Jahre begleiten. Das Schlimmste sollte aber längst im Kurs eingepreist sein. Anleger nehmen die Nachrichten zur Kenntnis, mehr aber auch nicht.

DER AKTIONÄR glaubt an eine positive Entwicklung der VW-Aktie. Zuletzt hat sich der Autobauer beim Brummi-Hersteller Navistar eingekauft. Dadurch fasst man im wichtigen LKW-Markt in den USA Fuß. Auch die Kooperation mit JAC in China macht Sinn.

Bei 118,47 Euro erhielt das Papier Unterstützung von der 200-Tage-Linie. Mittlerweile befindet sich die Aktie bereits wieder im Aufwärtstrend. Auf Sicht von zwölf Monaten weist die VW-Aktie ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis auf.

 


Earning by Doing - TB
 

Autor: Roth, Oliver
ISBN: 9783864703997
Seiten: 224
Erscheinungsdatum: 14.09.2016
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Taschenbuch erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Als professioneller Börsenhändler beweist Oliver Roth seit Jahren, dass man »Börse können kann«. In seinem ersten Buch »Earning by Doing« gewährt er Einblicke in die Welt der Frankfurter Händler und zeigt, wie jeder Geld an der Börse verdienen kann.
Berufshändler beweisen durch ihre Existenz, dass die Börse nach bestimmten Regeln funktioniert, deren Kenntnis dauerhaft zu Gewinnen führt. Zahlreiche Anekdoten aus über 20 Jahren Börse, ­Geschichten vom Geschehen hinter den Kulissen und viele Tipps, Hinweise und Strategien für den eigenen ­Börsenerfolg ergeben ein einzigartiges Werk für Anleger. Jetzt auch als Taschenbuch!

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Jochen Kauper | 0 Kommentare

VW-Aktie: Die 13. Marke soll es richten

Irgendwie wäre es wünschenswert, wenn VW derzeit einfach etwas Demut zeigen würde. Nicht ganz so „laut“ bei ihren Präsentationen oder Produktneuvorstellungen, nicht immer gleich wieder in die Welt posaunen, mit diesem oder jenem Produkt Weltmarktführer werden zu wollen. Darunter scheint bei den … mehr