- Jochen Kauper - Redakteur

VW: Lösung in den USA in Sicht- Brexit – was machen die Anleger?

Jedes fünfte in Deutschland produzierte Auto geht nach Angaben des Branchenverbandes VDA ins Vereinigte Königreich. Autos deutscher Konzernmarken haben danach auf der Insel einen Marktanteil von gut 50 Prozent. BMW verkaufte in Großbritannien im vergangenen Jahr 236 000 Autos - das waren mehr als 10 Prozent des weltweiten Absatzes. Bei Audi waren es 9, bei Mercedes 8, beim VW -Konzern insgesamt 6 Prozent. Soweit zum Thema Brexit.

Lösung in den USA?

Auf der anderen Seite zeichnet sich bei VW eine Lösung in den USA ab. Volkswagen wird geschädigten US-Autobesitzern im Abgas-Skandal offenbar bis zu 7000 US-Dollar als Wiedergutmachung zahlen. Zudem habe der deutsche Autobauer sich gegenüber US-Behörden und Klägeranwälten bereiterklärt, in den Vereinigten Staaten einen Umweltfonds gegen Luftverschmutzung zu finanzieren, meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf eingeweihte Quellen. Die Entschädigungszahlungen sollen je nach Alter der betroffenen Fahrzeuge und anderen Faktoren zwischen 1000 und 7000 Dollar betragen.
Insgesamt werde der Vergleich, mit dem Hunderte US-Zivilklagen beigelegt werden sollen, den Konzern rund 10 Milliarden Dollar (8,9 Mrd Euro) kosten, hieß es.
Bis Dienstag muss VW einen detaillierten Kompromiss finden, dann läuft ein Ultimatum des zuständigen US-Richters Charles Breyer aus. Das Unternehmen wollte sich auf Nachfrage nicht zu möglichen Vergleichssummen äußern. Aus Konzernkreisen hieß es, dass die Einzelheiten weiter im Fluss seien. Eine Grundsatzeinigung mit den Klägern hatte VW bereits im April erzielt.

Aktie ist eine Spekulation wert

Es ist kein guter Tag für den deutschen Leitindex DAX. Für Anleger könnte sich dadurch eine interessante Kaufchance ergeben. Wer noch nicht investiert ist, kann bei VW heute eine erste Position in die schwachen Kurse hinein kaufen. Ein weiteres Kauflimit wird bei 116,70 Euro platziert. Hier verläuft die 200-Tage-Linie. Ein zweites Kaulimit wird bei 108,10 Euro in den Markt gelegt. Hier verläuft eine stärkere Unterstützung.

 

 

 (Mit Material von dpa-AFX).

 

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