Vossloh
- Jochen Kauper - Redakteur

Vossloh: Stockt Großaktionär Thiele doch weiter auf?

Der Bahntechnikkonzern Vossloh kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus. Sorgte man zuletzt mit einer erneuten Gewinnwarnung für lange Gesichter bei den Aktionären, dürften diese jetzt wieder hellhörig werden. Laut Medienberichten will Heinz Hermann Thiele seinen Vossloh-Anteil weiter aufstocken. Zeit für einen (Wieder-)Einstieg?

Vossloh-Aktionäre hatten in den letzten Wochen wirklich nicht viel zu lachen. Zwei Gewinnwarnungen innerhalb kürzester Zeit ließen das Papier abstürzen. Seit dem Hoch bei rund 100 Euro ging es mit der Aktie des Bahntechnikkonzerns bis auf 65 Euro. Ob in China, Russland oder in Skandinavien, nirgends war Vossloh zuletzt auf dem richtigen Gleis unterwegs.

Auf dem Abstellgleis

Dabei war der Bahntechnikkonzern doch lange Zeit auf dem richtigen Weg. Die Konjunktur erholte sich, die Geschäfte liefen gut und auch in den Wachstumsmärkten hatte sich Vossloh gut positioniert. Nach den Gewinnwarnungen sprach das Unternehmen selbst von einer Reihe „unglücklicher Faktoren".

Kauft Thiele bald weiter zu?

Möglicherweise kommt es jetzt zu einer positiven Wende. Laut Berichten der Financial Times Deutschland (FTD) könnte Vossloh-Großaktionär Heinz Hermann Thiele bald einen neuen Anlauf wagen, seine Anteile weiter aufzustocken. Der 70-jährige Milliardär und Eigentümer des Bremsenherstellers Knorr-Bremse hat sich zu Beginn des Jahres mit rund 15 Prozent bei Vossloh eingekauft. Gleichzeitig hat Thiele Spekulationen genährt, Knorr-Bremse könnte sich den Bahntechnikkonzern Vossloh einverleiben. Zünglein an der Waage bleibt hierbei allerdings die Familie Vossloh als Großaktionär. Diese hat zuletzt einen Verkauf ihres rund 31-prozentigen Aktienpakets ausgeschlossen. In einer Pflichtmitteilung von Knorr-Bremse hieß es zuletzt, die Investition in Vossloh sei langfristig und strategisch. Es ist also durchaus möglich, dass Heinz Hermann Thiele in den nächsten Wochen bei Vossloh wieder als Käufer auftreten wird.

Aktie wieder interessant

Die letzte Gewinnwarnung kam auch für den AKTIONÄR überraschend. Auf dem aktuellen Niveau bietet das Papier aber wieder eine interessante Basis für einen Einsteig. Auch Analyst Sebastian Hein vom Bankhaus Lampe sieht nach wie vor Potenzial in der Aktie. Sein Kursziel lautet 87 Euro.

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