DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste - DAX verliert an Boden

Die Vorgaben für den DAX sind mit ein paar wenigen Ausnahmen nicht erbaulich. Entsprechend notiert der deutsche Leitindex am Morgen unter dem Xetra-Schluss vom Freitag. Nachdem in der vergangenen Woche unter anderem abermals aufgekommene Konjunktursorgen auf den Börsen gelastet hatten, warten die Anleger nun auf die beginnende US-Berichtssaison der Unternehmen.

Am Abend macht traditionell der Rohstoffkonzern Alcoa den Auftakt in die US-Berichtssaison. Anleger erhoffen sich davon einen Aufschluss über den Zustand der amerikanischen Konjunktur und in diesem Zusammenhang über die nächsten Zinsschritte der Fed. Zuletzt gab es von Seiten der Notenbanker unterschiedliche Aussagen zu diesem Thema, wobei Notenbankchefin Janet Yellen derzeit noch eine vorsichtige Herangehensweise bevorzugt.

Bearishes Sentiment

Die technischen Analysten sind derzeit überwiegend bearish eingestellt. Die Experten der DZ Bank beispielsweise sehen zwar kurzfristig einen Anstieg bis 9.760 Punkte für möglich, mittelfristig erwarten sie aber fallende Kurse. Im ersten Schritt dürfte die Marke von 9.325 Punkten ins Blickfeld rücken, "fällt der DAX nachhaltig darunter, würde ein rascher 'Re-Test' des Februartiefs bei 8.700 Punkten zum Thema", so die Genossen.

Intakter Bärenmarkt

Zweifellos befindet sich der DAX weiterhin in einem Bärenmarkt, so gesehen könnte das Barometer am 23. März einen wichtigen lokalen Hochpunkt ausgebildet haben. Sollte die Marke von 9.500 Punkten nicht halten, empfiehlt sich der Einstieg auf der Short-Seite.

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