SM Wirtschaftsberatung
- DER AKTIONÄR

Vor Neubewertung

Die Börse honoriert die Fokussierung der SM Wirtschaftsberatungs AG auf den margenstarken Immobilienbereich. Für 2007 verspricht Vorstandschef Martin Schmitt weitere aktionärsfreundliche Maßnahmen.

Die Börse honoriert die Fokussierung der SM Wirtschaftsberatungs AG auf den margenstarken Immobilienbereich. Für 2007 verspricht Vorstandschef Martin Schmitt weitere aktionärsfreundliche Maßnahmen.

DER AKTIONÄR: Herr Schmitt, warum haben Sie den zukunftsträchtigen Bereich der Betrieblichen Altersvorsorge verkauft?

MARTIN SCHMITT: Der Geschäftsbereich Betriebliche Altersvorsorge (BAV) konnte sich auch im Jahr 2006 nicht rentabel entwickeln. Wir mussten erkennen, dass die vollkommen unterschiedlich strukturierten Geschäftsfelder Immobilien und BAV nicht in einer Gesellschaft zusammenpassen. Nicht zuletzt ergibt sich durch diesen Verkauf eine deutliche Entlastung unserer Kostenstruktur.

Auf welche Faktoren ist der Gewinnsprung um 93 Prozent auf 2,26 Millionen Euro in den ersten drei Quartalen 2006 zurückzuführen?

Die Gewinnsteigerung ist vor allem das Ergebnis der positiven Entwicklung der Konzerntochter RCM Beteiligungs AG. Gleichzeitig hat auch das straffe Kostenmanagement seinen Beitrag geleistet.

Entsprechend positiv dürfte das Ergebnis im Gesamtjahr ausfallen?

Unter Berücksichtigung des außerordentlichen Ertrags aus dem Verkauf des Bereichs BAV erwarten wir im Konzern ein IAS-Ergebnis von mehr als drei Millionen Euro, dies bedeutet eine Steigerung um mehr als 130 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei einem Grundkapital von 2,8 Millionen Euro entspricht dies einem Gewinn je Aktie von deutlich mehr als einem Euro.

Können Sie uns schon einen Einblick in die Planungen für 2007 geben?

Die SM Wirtschaftsberatungs AG wird ihre Geschäftstätigkeit verstärkt auf das Immobiliengeschäft in den Tochterfirmen ausrichten. Besonderes Ziel wird dabei sein, die Profitabilität in allen Konzerngesellschaften zu erhöhen. Wir beabsichtigen, die Investitionstätigkeiten in den Tochtergesellschaften nochmals deutlich auszuweiten und erwarten damit einhergehend weitere überdurchschnittliche Ergebnissteigerungen.

Inwieweit profitiert auch SM von den „millionenschweren“ Dienstleistungsaufträgen, welche die RCM-Gruppe von ausländischen Großinvestoren erhalten hat?

Das im Spätsommer übernommene Mandat zum Aufbau eines Immobilienportfolios wird in der SM AG das Provisionsaufkommen stärken. Außerdem wird durch dieses Mandat die Marktposition der SM am Dresdner Immobiliensektor gestärkt, was letztlich wieder zu Synergie-Effekten führen kann.

Wie werden Sie Ihre Aktionäre am Erfolg der Gesellschaft beteiligen?

Wir werden in der Lage sein, eine im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöhte Dividendenzahlung vorzunehmen. Darüber hinaus profitieren unsere Aktionäre durch die laufenden Kapitaleinziehungen ständig am Erfolg der Gesellschaft, da sich durch diese Maßnahme der innere Wert je Aktie kontinuierlich erhöht und der prozentuale Anteil jedes Aktionärs am Grundkapital der Gesellschaft sukzessive ansteigt.

Überraschungen möglich

Konservative Prognosen lassen für 2007 einen Jahresüberschuss von mindestens vier Millionen Euro erwarten. Branchenbeobachter trauen SM sogar einen noch höheren Gewinnsprung zu, wobei die Einziehung von weiteren Anteilen den Gewinn je Aktie überdurchschnittlich ansteigen und das 2007er-KGV auf unter 6 sinken lassen würde. Das mittelfristige Kursziel liegt bei 16 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 51/2006.

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