DAX
- Michael Schröder - Redakteur

Vor dem Zinsentscheid: Merrill Lynch erwartet keine Straffung US-Geldpolitik

Heute Abend richten Börsianer ihren Blick nach Washington. Dann gibt die US-Notenbank Fed ihren Zinsentscheid bekannt. Die Experten von Merrill Lynch erwarten noch keine Straffung der US-amerikanischen Geldpolitik. Auch wenn die Fed ihre Wachstumsprognosen etwas senken dürfte, sehen die Merrill-Lynch-Strategen den DAX weiter auf Kurs.

Ben Bernanke lässt Anleger zittern. Der Chef der US-Notenbank Fed hat vor einem Monat angekündigt, dass das Tempo der Konjunkturhilfen gedrosselt werden könne, wenn sich die Beschäftigungslage nachhaltig aufhellen würde. Für die Experten von Merrill Lynch sei es noch zu früh für Ängste vor einer Straffung der amerikanischen Geldpolitik, sagte Ökonom Ethan Harris am Dienstag in einem Pressegespräch in Frankfurt. Die US-Notenbank Fed dürfte vielmehr bei der anstehenden Sitzung ihre Wachstumsprognosen etwas senken. Denn ungeachtet der guten Beschäftigungsentwicklung in der weltgrößten Volkswirtschaft und der Erholung des Immobilienmarktes seien andere Wirtschaftskennziffern wie die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion rückläufig.

Die lockere Geldpolitik der Fed und anderer großer Notenbanken hatte  die Aktienmärkte weltweit monatelang angetrieben. Doch in den vergangenen Wochen hatten die Sorgen über einen Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes für einen Rückschlag gesorgt. Die Experten von Merrill Lynch bleiben aber zuversichtlich und trauen dem DAX bis Mitte 2014 einen weiteren Anstieg auf 9.200 Punkte zu. Auch die Strategen der Deutschen Bank zeigten sich zuletzt zuversichtlicher.

(Mit Material von dpa-AFX)

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