- Maximilian Völkl

Vor dem Zinsentscheid - was macht Fed-Chef Bernanke?

Am Mittwoch richten Börsianer ihren Blick nach Washington. Dann gibt die US-Notenbank ihren Zinsentscheid bekannt. Die Entscheidung der Fed wird mit Spannung erwartet. Bis dahin bleiben daher viele Anleger auf der sicheren Seite.

Ben Bernanke lässt Anleger zittern. Der Chef der US-Notenbank Fed hat vor einem Monat angekündigt, dass das Tempo der Konjunkturhilfen gedrosselt werden könne, wenn sich die Beschäftigungslage nachhaltig aufhellen würde. Experten gehen jedoch davon aus, dass die aktuellen Hilfspakete beibehalten werden. Denn im Mai lag die Arbeitslosenquote in den USA immer noch deutlich über sieben Prozent und konnte mit der aufstrebenden Konjunktur nicht mithalten. Für Ende des laufenden Jahres wird dennoch eine schrittweise Kürzung der Anleihekäufe erwartet.

Überraschungen unwahrscheinlich

Börsianer hoffen, dass Bernanke am Mittwoch klar Stellung bezieht, ob und wann der Ausstieg kommen wird. Der Notenbankchef sitzt derweil selbst nicht mehr sicher im Sattel. Eine weitere Amtszeit an der Spitze der Fed gilt als unwahrscheinlich. Nun hat auch US-Präsident Barack Obama die Gerüchte angeheizt, dass Bernanke zum Ende seiner Wahlperiode am 31. Januar 2014 aus dem Amt ausscheiden werde. Die US-Anleihen und Devisenmärkte zeigten sich davon jedoch ziemlich unbeeindruckt. Zu groß ist die Spannung vor der morgigen Zinsbekanntgabe. Commerzbank-Experte Bernd Weidensteiner erwartet jedoch keine überraschende Erhöhung des Leitzinses, da die Fed seiner Meinung nach versuchen werde, Überraschungen für die Finanzmärkte zu vermeiden. Bis zur Entscheidung am Mittwoch um 20 Uhr bleiben viele Anleger an der Seitenlinie und sicherten sich Gewinnmitnahmen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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