Daimler
- Jochen Kauper - Redakteur

Von wegen fit: Daimler verliert die Konkurrenz aus den Augen

Daimler verliert den Anschluss. Die Konkurrenten enteilen. Mit einem Sparprogramm will Daimler-Vorstand Dieter Zetsche seinen Daimler-Konzern wieder auf Vordermann bringen. Wie geht es mit der Aktie weiter?

Allzu viel gute Nachrichten gab es im dritten Quartal nicht bei Daimler. Und auch bei der Vorlage der Zahlen blieben positive Überraschungen aus. Einzig und alleine am rund drei Milliarden schweren Sparprogramm klammerten sich zuletzt noch viele Analysten fest. Dadurch will nämlich Daimler-Vorstand Dieter Zetsche den Autobauer wieder an die Konkurrenz heranführen. Kein leichtes Unterfangen, schließlich sind die Premium-Hersteller BMW und Audi mittlerweile weit davon geeilt.

Schwache Margen

Was die Margen betrifft, so bringt es Daimler derzeit auf knapp neun Prozent. Mittelfristig peilen Zetsche und Co wieder zehn Prozent an. BMW und die VW-Tochter Audi sind Daimler hier meilenweit voraus. Beide bringen es derzeit auf Margen von knapp 11,8 Prozent, Tendenz weiter steigend.

Schwäbische Tugenden

Jetzt sind schwäbische Tugenden gefragt. Problem bei Daimler ist allerdings die Schwerfälligkeit des Konzerns. Zwar hat sich Daimler von einem Großteil der Beteiligungen getrennt die nicht zum Kerngeschäft gehören, jedoch steuert Daimler noch immer wie ein schwerfälliger Tanker durch die raue See. Ob das Sparprogramm „Fit for Leadership" die gewünschte Wirkung bringt, darf bezweifelt werden.

Charttechnische Hürden

Einen Schub nach oben könnte auch die Daimler-Aktie gut gebrauchen. Während BMW oder auch die VW-Aktie wieder zu höheren Kursen aufgebrochen sind, bewegt sich das Papier von Daimler noch immer bei der langfristigen Unterstützung um die Marke von 35 Euro.

Richtungswechsel?

Daimler-Vorstand Zetsche versucht mit dem neuen Sparprogramm den schwachen Verkaufszahlen gegenzusteuern. Ob das reicht, um der Aktie wieder neues Leben einzuhauchen, darf bezweifelt werden. Die Konkurrenten BMW und die VW-Tochter Audi sind enteilt. Im Autobereich sind demnach BMW und Volkswagen erste Wahl.

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