Fortec Elektro
- DER AKTIONÄR

Von Rekord zu Rekord

Die Fortec Elektronik AG hat im Geschäftsjahr 2005/06 die eigenen Prognosen einmal mehr deutlich übertroffen. Mit einem Rekordauftragsbestand im Rücken sind auch im laufenden Geschäftsjahr neue Bestmarken bei Umsatz und Gewinn zu erwarten. Vorstand Dieter Fischer kündigt gegenüber dem AKTIONÄR weitere Überraschungen an.

Die Fortec Elektronik AG hat im Geschäftsjahr 2005/06 die eigenen Prognosen einmal mehr deutlich übertroffen. Vorstand Dieter Fischer kündigt gegenüber dem AKTIONÄR weitere Überraschungen an.

DER AKTIONÄR: Herr Fischer, wird Fortec im laufenden Geschäftsjahr 2006/07 an die Rekordwerte des Vorjahres anknüpfen können?

Dieter Fischer: Mit einem organischen Wachstum von 30 Prozent konnten wir im Geschäftsjahr 2005/06 (Stichtag 30.06.) unser prognostiziertes Umsatzziel von 42 Millionen Euro letztendlich um mehr als drei Millionen Euro übertreffen. Wir erwarten auch im laufenden Geschäftsjahr wieder eine Steigerung. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass wir im Vorjahr einen Auftrag im Bereich biometrischer Datenerkennung mit fünf Millionen Euro abgewickelt haben, der Einmalcharakter hatte.

Über mangelnde Aufträge können Sie sich jedoch nicht beklagen.

Nein, wir sind am 1. Juli mit einem Rekordauftragsbestand in das neue Geschäftsjahr gestartet. Zum 30. September konnten wir nochmals zulegen und liegen nun mit einem Auftragsbestand von 12,1 Millionen Euro um 36 Prozent über dem Vorjahresvergleichswert.

Spielen auch Akquisitionen in Ihren Planungen eine Rolle?

Ja. Nachdem wir in den letzten Jahren allein durch organisches Wachstum kontinuierlich gewachsen sind, wollen wir unser Geschäft im Jahr 2007 zusätzlich mit einer Akquisition deutlich stärken.

Können Sie uns über Ihr Übernahmeziel irgendwelche Eckpunkte nennen?

Unser Fokus liegt auf einem Unternehmen in Deutschland, das von der Größenordnung mit Fortec vergleichbar ist und das seit Jahren im deutschsprachigen Markt etabliert ist.

Werden Sie zur Finanzierung des Kaufpreises den Erlös aus den 300.000 ausstehenden Optionsscheinen heranziehen?

Wir werden vorab vermutlich die Akquisition mit den bestehenden Eigenmitteln und mit Bankkrediten vorfinanzieren. Zur Rückführung der Kredite gehen wir davon aus, dass die Optionsscheine über kurz oder lang eingelöst werden und wir dann wieder ohne Bankschulden, wie übrigens in den letzten 15 Jahren auch, unser Geschäft betreiben können.

Sie haben es sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2010 einen Umsatz von 100 Millionen Euro zu erreichen. Ist diese Prognose nicht zu optimistisch?

Keineswegs. Bei einem Jahresumsatz von derzeit 45 Millionen Euro erwarten wir bis 2010 aufgrund des organischen Wachstums 60 Millionen Euro Umsatz. Mit einem Umsatzwachstum von über zehn Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr sehen wir uns damit gut im Plan. Durch Zukauf erwarten wir weitere 40 Millionen Euro. Wenn wir weiterhin konjunkturellen Rückenwind bekommen, könnte es sein, dass wir dieses ehrgeizige Ziel auch schon früher erreichen werden.

Neue Dimension

Aktuell notiert die Fortec-Aktie mit einem Plus von acht Prozent moderat über dem Empfehlungskurs aus Ausgabe 27/2006. Mit einem Rekordauftragsbestand im Rücken sind auch im laufenden Geschäftsjahr neue Bestmarken bei Umsatz und Gewinn zu erwarten. Kann Fischer bei der angepeilten Übernahme im Jahr 2007 Vollzug melden, dürfte dies der Startschuss für eine Neubewertung der Aktie sein.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 46/2006.

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