MACMIN SILVER LTD
- DER AKTIONÄR

Von Anfang an dabei

Auch wenn die Metallpreise in den letzten Tagen wieder etwas nachgegeben haben, so notieren sie doch im Vergleich zu der Preisentwicklung in den 90er-Jahren immer noch auf einem hohen Niveau. Dass dieses in den kommenden Jahren weiter gehalten werden kann, "garantiert" die starke Nachfrage aus der Volksrepublik China. Das Riesenreich ist nämlich zum Wachstum verdammt, wenn es denn nicht an innenpolitischen Spannungen kaputtgehen möchte.

Mit kleinen Minengesellschaften können Anleger viel Geld verdienen. Das erfordert jedoch viel Mut zum Risiko, denn nicht jede Explorationsstory endet im Erfolg.

Auch wenn die Metallpreise in den letzten Tagen wieder etwas nachgegeben haben, so notieren sie doch im Vergleich zu der Preisentwicklung in den 90er-Jahren immer noch auf einem hohen Niveau. Dass dieses in den kommenden Jahren weiter gehalten werden kann, „garantiert“ die starke Nachfrage aus der Volksrepublik China. Das Riesenreich ist nämlich zum Wachstum verdammt, wenn es denn nicht an innenpolitischen Spannungen kaputtgehen möchte. Millionen von Menschen, vor allem auf dem Land, wollen am neuen Reichtum in China teilhaben. Sie strömen in die Städte und müssen versorgt werden. So entstehen riesige Trabantenstädte, Kilometer um Kilometer neue Straßen und Fabriken. All dies verlangt nach Unmengen an Rohstoffen.

Exploration - ein langer Weg zum Erfolg

Die hohen Metallpreise haben im Rohstoffmarkt die Explorationstätigkeit „reanimiert“. Nach Jahren des Stillstandes begeben sich nun wieder zahlreiche große und kleine Minengesellschaften auf die Suche nach neuen Lagerstätten. Dabei ist die Exploration mit enormen Risiken verbunden. Am Anfang hängt der Erfolg vor allem vom Know-how des Managements ab. Dieses muss personell und finanziell in der Lage sein, gute Vorkommen aufzuspüren und zu erwerben. Danach müssen die Lagerstätten in Bohrgängen untersucht werden, was Jahre dauern und Unmengen an Kapital verschlingen kann. An dieser Hürde scheitern zahlreiche Explorer, da ihnen schlichtweg das Geld ausgeht. Wer überlebt und gute Bohrresultate vorweisen kann, gibt eine Durchführbarkeits- oder Machbarkeitsstudie in Auftrag, die von einem unabhängigen Gutachter erstellt werden muss. Erst jetzt zeigt sich, wer „gut gebohrt“ hat. Denn in der Studie wird errechnet, ob die Lagerstätten unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten überhaupt abbaubar sind. Dabei werden die Kosten für die Infrastruktur ebenso berücksichtigt wie die nötigen Ausgaben für den Abraum oder den Umweltschutz. Wer auch diese Hürde genommen hat und in die Riege der Juniorunternehmen aufgestiegen ist, kann seine Mine errichten und schließlich in Produktion gehen.

Moly Mines und Niagara - Licht und Schatten

Börsianer, die ihr Geld in Explorations-und Juniorminengesellschaften anlegen, sollten sich stets des großen Risikos bewusst sein, das sie mit ihrem Engagement eingehen. Mit erfolgreichen Explorern lässt sich an der Börse zwar viel Geld verdienen – gutes Beispiel ist die Uranmine Paladin Resources, die seit der Empfehlung im AKTIONÄR um mehrere tausend Prozent zugelegt hat –, doch ebenso auch viel Geld verlieren. Lehrreiches Negativbeispiel ist hier Niagara Mining. Das Unternehmen erwarb 2005 für rund acht Millionen Australische Dollar vom Bergbaukonzern WMC Resources das historische Nickelprojekt Windarra in Australien. Dieses soll nach Einschätzung von Niagara über beachtliche Nickelvorkommen verfügen. Die ersten Bohrergebnisse haben diese Ansicht untermauert. Vor allem der hohe Nickelgehalt von stellenweise bis zu 17 Prozent ließ Rohstoffexperten aufhorchen. Weltweit sind nur wenige Lagerstätten bekannt, die solche Gehalte aufweisen. Eigentlich wäre damit der Erfolg von Niagara vorprogrammiert, doch leider gibt es seit einigen Monaten harte Auseinandersetzungen innerhalb des Managements. Uneinigkeit besteht unter anderem über die langfristig richtige Finanzierung des Windarra-Projektes. Der Streit hat wiederum das Vertrauen der Anleger erschüttert. Sie haben die Aktie von Niagara auf Talfahrt geschickt. Wesentlich besser läuft es dagegen bei Moly Mines. Das erfahrene Management um Derek Fisher hat rechtzeitig eine größere Kapitalerhöhung angesetzt, die die gesamte Projektentwicklung absichert. Zudem hat man ein Zweitlisting an der Börse in Toronto durchgeführt. Dieses Listing öffnet Moly Mines für neue Investoren – und Investitionen – aus Nordamerika.

Mit Vorsicht investieren

Die Entwicklung von Niagara ist symptomatisch für junge Rohstoffunternehmen. Selten verläuft die Exploration von Lagerstätten gradlinig und optimal. Enttäuschende Bohrresultate, zahlreiche Finanzierungsrunden und nicht zuletzt Querelen im Management lassen viele Unternehmen scheitern. Anleger sollten dies stets beachten und immer nur einen kleinen Teil ihres Depots in Explorations- und Juniorgesellschaften investieren. Zu den Explorations- und Juniorgesellschaften mit den besten Aussichten gehören nach Einschätzung des AKTIONÄRS derzeit unter anderem Century Mining, Gleneagle Gold, Macmin Silver, Moly Mines und Perseus Mining.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 12/2007.

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