Lockheed Martin
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Volle Schubkraft

Die NASA will in der bemannten Raumfahrt eine neue Ära einleiten. Doch hierzu werden zunächst neue Raumfähren benötigt. Ein Unternehmen, das in diesem Zusammenhang kräftig profitieren dürfte, ist Lockheed Martin.

Die NASA will in der bemannten Raumfahrt eine neue Ära einleiten. Lockheed Martin verdient daran kräftig mit.

Seit 1981 hat die Space-Shuttle-Flotte insgesamt 27 Mal das All besucht, und noch fünf weitere Flüge sind geplant. Doch der Umstand, dass der Start des Shuttles „Atlantis“ allein in der vergangenen Woche mehrfach abgesagt wurde, macht eines deutlich: Die USA brauchen neue Raumfähren. Und neue Ziele haben sie auch: Im Rahmen des „Constellation“-Programms sollen bis spätestens 2018 Menschen zum Mond und anschließend zum Mars fliegen – ein Vorhaben, das der US-Regierung über 120 Milliarden Dollar wert ist.

Lockheed ist an Bord

Die Raumfahrtbehörde NASA hat im Rahmen des „Constellation“-Programmes bereits den ersten Auftrag vergeben: Der Konzern Lockheed Martin wird die nächste Raumschiffgeneration für die bemannte Weltraumerforschung entwickeln. „Orion“ nennt Lockheed die neue Ära der Raumfahrt. Rund acht Milliarden Dollar kassiert das Rüstungsunternehmen dafür. Experten rechnen aber schon jetzt mit einer deutlich höheren Summe – die Vergangenheit hat gezeigt, dass die finanziellen Prognosen der NASA äußerst konservativ gehalten sind. Sieben Jahre sind von der Konstruktion bis zum ersten Testflug der Orion geplant. Dafür erhält Lockheed Martin 3,9 Milliarden Dollar. Von 2009 bis 2019 soll das Unternehmen für weitere 3,5 Milliarden Dollar acht Raumgleiter und einige Lastentransporter bauen.

Überraschend gut

Dass sich Lockheed Martin gegen die beiden Konkurrenten Northrop Grumman und Boeing durchzusetzen vermochte – beide Unternehmen verfügen über reichlich Erfahrung in der Entwicklung von Weltraumfahrzeugen –, überraschte. Lockheed hat bisher lediglich unbemannte Raketen entwickelt. Das Unternehmen scheint Überraschungen zu mögen: Lockheed schlug auch mit den Zahlen zum zweiten Quartal die Analystenprognosen deutlich. Beim Gewinn je Aktie erwarteten die Experten einen Wert von 1,16 Dollar. Tatsächlich lag er bei 1,34 Dollar je Anteilschein. Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent auf zehn Milliarden Dollar. Analysten hatten mit einem Umsatz von 9,76 Milliarden Dollar gerechnet.

Fazit

„Mit den ‚Orion’-Transportern wird eine neue Ära der Weltraumfahrt eingeläutet“, so NASA-Sprecher Michael Braukus. Dass Lockheed Martin die Entwicklung dafür übertragen wurde, beweist, dass sich die US-Regierung dieses Know-hows sicher ist. Bei dem Rüstungskonzern läuft es aber auch in allen anderen Geschäftsbereichen rund, sodass man erst kürzlich die Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr anhob. Nicht nur Anleger, die den Traum von einer Reise ins Weltall hegen, können mit einem Investment in Lockheed zumindest daran mitverdienen.

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