Nucletron Electronic
- DER AKTIONÄR

Voll unter Strom

Die Münchener Nucletron AG dürfte wohl den wenigsten Anlegern bekannt sein. Über die Aktie wird in den einschlägigen Medien kaum berichtet und die Marktkapitalisierung von gerade einmal 12,3 Millionen Euro disqualifiziert den Wert ohnehin für viele institutionelle Investoren. Dennoch oder vielleicht gerade deshalb ist Nucletron ein unentdecktes Juwel am deutschen Aktienmarkt.

Bei Nucletron boomt das Geschäft mit Elektronikkomponenten. Die Aktie lockt mit einer stattlichen Dividendenrendite und einer günstigen Bewertung.

Die Münchener Nucletron AG dürfte wohl den wenigsten Anlegern bekannt sein. Über die Aktie wird in den einschlägigen Medien kaum berichtet und die Marktkapitalisierung von gerade einmal 12,3 Millionen Euro disqualifiziert den Wert ohnehin für viele institutionelle Investoren. Dennoch oder vielleicht gerade deshalb ist Nucletron ein unentdecktes Juwel am deutschen Aktienmarkt.

Einstieg in Photovoltaik-Markt

Das im Open Market notierte Unternehmen hat eine lange Historie. Bereits seit 1954 stellt die Münchener Firma elektronische Bauteile wie Leistungsschalter, Temperatursensoren, Relais und LCD-Module her, mit denen der Durchschnittsbürger eher wenig in Berührung kommt. Die Produkte der Münchener kommen in erster Linie in technisch anspruchsvollen Branchen wie der Medizintechnik, der Flugzeugund Rüstungsindustrie oder sogar der Raumfahrt zum Einsatz. So fahren beispielsweise im Transrapid oder im ICE Komponenten der Münchener mit. Neuerdings ist Nucletron auch im Photovoltaik- Markt unterwegs und liefert zum Beispiel ein Bauteil, das defekte Solarmodule ausschaltet beziehungsweise überbrückt, bis diese ausgetauscht werden.

Rekord bei Bestellungen

Nach dem Börsengang im Jahr 1986 liefen die Geschäfte bei Nucletron zunächst so schlecht, dass die Münchener 1990/91 kurz vor der Insolvenz standen. Bergauf ging es erst nach dem Einstieg des 75-prozentigen Großaktionärs und jetzigen Vorstandschefs Bernd Luft. Und mittlerweile laufen die Geschäfte besser denn je. 2006 erlöste Nucletron 16,6 Millionen Euro und verdiente dabei nach Steuern 1,25 Millionen Euro. Im laufenden Jahr sieht es sogar noch besser aus: Der Auftragseingang zum Halbjahr lag bei 21,5 Millionen Euro, was einem Plus von 114 Prozent entspricht. Der somit um 191 Prozent auf den Rekordwert von 22,8 Millionen Euro angewachsene Auftragsbestand wird sich in den nächsten Quartalen in Umsatz verwandeln. Im laufenden Jahr rechnet der aktionär mit rund 20 Millionen Euro Umsatz und einem Gewinn von 1,4 Millionen Euro. Zusätzliche Wachstumsimpulse sind aus einer geplanten Übernahme zu erwarten. Die Zielgesellschaft dürfte aus dem asiatischen Raum stammen.

4,7 Prozent Dividendenrendite

Vor diesem Hintergrund ist Nucletron mit einem 2007er-KGV von 9, das 2008 auf 7 absinken dürfte, äußerst attraktiv. Ein zusätzliches Schmankerl bietet die stattliche Dividende von schätzungsweise 0,20 Euro. Angesichts der Dividendenrendite von 4,7 Prozent ist die Aktie auch gut nach unten abgesichert.

Kursziel bei Nucletron: 6,50 Euro. Stopp: 3,70 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 37/2007.

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